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Fairmat und Tarmac Aerosave werden Carbon-Composites recyceln

Das französische Start-up-Unternehmen Fairmat hat einen ersten Vertrag mit dem Flugzeugverwerter Tarmac Aerosave unterzeichnet, um die wertvollen Kohlefaser-Verbundwerkstoffe aus ausgeschlachteten Flugzeugen zu verwerten und der Wiederverwendung zuzuführen.

4.05.2022

Fairmat will in seiner ersten Recycling-Anlage für Kohlefaser-Verbundwerkstoffe jährlich bis zu 5.000 Tonnen Altmaterial verarbeiten. © Fairmat

Die französische Firma Fairmat, die sich auf dem expandierenden Markt von Kohlefaserverbundwerkstoff-Recycling engagiert, und Tarmac Aerosave, ein europäischer Spezialist für die Lagerung, Wartung und Wiederverwertung von Flugzeugen, haben einen Forschungs und Entwicklungsvertrag unterzeichnet. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird Tarmac Aerosave Fairmat nicht mehr benötigte Flugzeugteile aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen zur Verfügung stellen, um sie zu recyceln. Fairmat will mit diesen Komponenten analysieren, welche industriellen Prozesse für die Wiederaufbereitung notwendig sind, damit diese Teile ein zweites Leben erhalten.

Kohlefasern sind in der Produktion sehr energieaufwendig. Fairmat schätzt, dass sie pro Kilogramm wiederverwendeten Carbon-Composites im Vergleich zur Neuproduktion des Werkstoffes rund 41 Kilogramm CO2 einsparen können.

Fairmat will alle CFK-Teile verwerten

Sollte die Analyse der industriellen Prozesse zu einem positiven Ergebnis kommen, will Fairmat mit Tarmac Aerosave ein Abkommen über die Übernahme aller Teile aus Kohlefaserverbundwerkstoffen aus der Altflugzeug-Verwertung abschließen. Fairmat hat ein Recyclingverfahren entwickelt, das es ermöglicht, dem hochwertigen Material Kohlefaser ein zweites Leben zu verleihen. Kohlenstoff und Harz werden hauptsächlich kalt verarbeitet, was insbesondere die Energiekosten bei diesem Prozess senkt und die Deponierung oder Verbrennung der Composite-Teile, wie sie üblicherweise praktiziert wird, vermeidet.

Benjamin Saada, der Präsident von Fairmat, sagte: „Nach den Abfällen aus der Industrieproduktion sind Kohlefaserverbundwerkstoffe aus der Demontage die zweite Abfallquelle, die wir unbedingt erfassen müssen, um das Vergraben und Verbrennen zu stoppen.“ Alexandre Brun, der Präsident von Tarmac Aerosave, sieht in dieser Partnerschaft ein Mittel, um sein Recyclingangebot wirksam zu ergänzen, indem er die Verwertungsquote für jedes ausgeschlachtete Flugzeug deutlich erhöht. Darüber hinaus ermögliche diese Partnerschaft zwischen Tarmac Aerosave und Fairmat, sich auf das Recycling von Teilen der neuesten Generation von Langstreckenflugzeugen vorzubereiten, wie zum Beispiel Airbus A380 und A350 und Boeing 787, deren Struktur zunehmend Verbundwerkstoffe enthält.

 

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