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Indra hat mit der Flugerprobung des OPV Targus begonnen

Die spanische Region Galicien will sich als europäischer Cluster für zivile Drohnen etablieren. Das Unternehmen Indra hat nun in der Nähe von Santiago de Compostella die ersten Versuchsflüge mit einem optional bemannten Fluggerät auf Basis der Tecnam-Twin P2006T durchgeführt.

15.07.2020

Das spanische Technologie-Unternehmen Indra hat eine erste Testkampagne mit ihrem optional bemannten Fluggerät Taurus durchgeführt. © Indra

Das spanische Technologieunternehmen Indra hat im Nordwesten Spaniens in der Region Galicien die ersten Testflüge mit seinem optional bemannten Fluggerät Targus begonnen. Der erste Flug des auf der Tecnam P2006 beruhenden OPV (optional piloted vehicle) erfolgte am 24. Juni. Die Flüge waren von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der spanischen Luftfahrtbehörde AESA genehmigt. Optional bemannte Fluggeräte können sowohl von einem Piloten an Bord als auch vom Boden aus gesteuert werden. Den Start der Targus führte ein Testpilot an Bord des zweimotorigen Fluggeräts aus. Nach dem Start übernahm das Kontrollzentrum am Boden die Kontrolle über die Flugsteuerung.

Targus wiegt 1,25 Tonnen

Targus wiegt in der jetzt getesteten Version 1.250 Kilogramm und verfügt über eine Spannweite von 11,00 Metern. Damit sei Targus das erste Fluggerät seiner Art und dieser Größe, dass einen solchen Flug in einem nicht-abgesperrten Luftraum absolviert habe, teilte Indra mit.

Die Region Galicien will sich als europäisches Zentrum für zivile, unbemannte Fluggeräte (UAV, OPV, UAS) etablieren und plant den Aufbau eines Clusters für Firma aus diesem Luftfahrt-Segment. Sie hat bislang 165 Millionen Euro aus verschiedenen Quellen eingesammelt und in vier Programme investiert, die die Ansiedlung von Drohnen-affinem Gewerbe in der Region erleichtern sollen.

Indra sieht das Targus nun in der letzten Phase des Projekts, um die Entwicklung des OPV noch in diesem Jahr abzuschließen. Der Hersteller sieht Targus gut aufgestellt und schreibt, dass Targus das fortschrittlichste und effizienteste Flugzeug für die Durchführung von einer Vielzahl von Missionen sei. Indra nennt explizit die luftgestützte Seenotrettung, Überwachung von Fischereizonen, Umweltschutz, Überwachung der Landnutzung historischer Stätten sowie Unterstützung bei der Brandbekämpfung.

Volker K. Thomalla

 

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