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Liebherr bringt sich als Zulieferer für FCAS in Stellung

Mit den Kampfflugzeug-Projekten der nächsten Generation, die derzeit in Europa auf den Weg gebracht werden, geht ein Technologiesprung einher, der auch zivilen Produkten zugutekommen wird. Zulieferer, die weder an FCAS noch an Tempest beteiligt werden, laufen Gefahr, sich langfristig aus dem Markt verabschieden zu müssen.

18.03.2021

Liebherr-Aerospace verfügt über weitreichende Systemkompetenzen, die das Unternehmen gerne in die nächste Fighter-Generation einbringen möchte. © Liebherr-Aerospace

Derzeit wird zwischen Paris, Berlin und Madrid sowie den beteiligten Aerospace-Konzernen über die Verantwortlichkeiten und die Aufgabenverteilungen beim Kampfflugzeug-Projekt der nächsten Generation FCAS (Future Combat Air System) hinter den Kulissen heftig gestritten. Sollte es zu einer gütlichen Einigung zwischen allen Beteiligten kommen – was nicht garantiert ist – stehen im nächsten Schritt die Auswahl der Zulieferer für die Systeme und Subsysteme auf dem Plan.

Deswegen bringen sich potenzielle Zulieferer für FCAS jetzt in Stellung. Liebherr-Aerospace verweist auf seine große Erfahrung als Original Equipment Manufacturer (OEM), der auch in der Vergangenheit innovative Technologien für Kampfflugzeuge, militärische Transportflugzeuge, Hubschrauber und unbemannte Luftfahrzeuge in Programme eingebracht hat.

In Deutschland und Frankreich aktiv

Mit der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH, in Lindenberg im Allgäu, verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über ein Kompetenzzentrum für Betätigungssysteme, Flugsteuerungen, Fahrwerke sowie Getriebe und Elektronik. Liebherr-Aerospace Toulouse im Südwesten Frankreichs ist innerhalb des Konzerns das Kompetenzzentrum für Luftmanagement- und Kühlsysteme.

Mit der Entwicklung am Standort Toulouse von Hochleistungskühlkompressoren für das Wärmemanagement der Avionik oder von Kühlungstechnologie für Verteidigungselektronik der nächsten Generation begegnet Liebherr der besonderen Anforderung nach immer anspruchsvolleren Missionssystemen, so das Unternehmen. In Lindenberg laufe unter anderm die Entwicklung von Betätigungstechnologien der nächsten Generation. Auch an Flugsteuerungen und Versorgungssystemen, die eine wesentliche Verbesserung der Manövrierfähigkeit und Tarnung des Flugzeugs ermöglichen, werde gearbeitet.

Nicolas Bonleux, der Managing Director und Chief Commercial Officer von Liebherr-Aerospace & Transportation SAS, erklärte: „Die Technologien, die wir derzeit entwickeln, können die zukünftigen militärischen Programme, die in einigen Ländern in Vorbereitung sind, um eine Vielzahl von Fähigkeiten ergänzen. Diese Projekte sind Innovationstreiber für die Zukunft der gesamten Branche. Und wir können und wollen Teil dieser Entwicklung sein.“

Liebherr sei in der Lage, primäre und sekundäre Flugsteuerungsantriebe, Aktuatoren für Waffenschacht-Klappen, Hydraulik, Fahrwerke, Luftmanagement, Kühlung für Verteidigungselektronik, Energiemanagement, Energieerzeugung, Bordelektronik, Wärmemanagement sowie Getriebe anzubieten und diese für die nächste Generation weiter zu optimieren. Darüber hinaus biete Liebherr umfassende Dienstleistungen für das gesamte Liebherr-Ausrüstungssortiment und den kompletten Produktlebenszyklus an.

 

 

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