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Lilium kooperiert mit den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn

Ein Flugtaxi zu entwickeln, ist eine Sache, die Zulassung zu bekommen und die benötigte Infrastruktur auf die Beide zu stellen eine andere. Der eVTOL-Hersteller Lilium sucht deshalb den Schulterschluss mit Unternehmen und Behörden. Mit den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn hat die Start-up-Firma nun eine Zusammenarbeit beschlossen.

8.09.2020

Die Gründer von Lilium Jet mit dem ersten Prototypen des Fluggerätes. © Lilium

Die beiden Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn haben heute bei einem Termin in Düsseldorf im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben, dass sie mit dem Start-up-Technologieunternehmen Lilium zusammenarbeiten werden. Sie wollen prüfen, ob und wie sie zu Knotenpunkten eines nordrhein-westfälischen Flugtaxi-Netzwerkes werden können.

Der Flughafen Köln/Bonn: Ein Vertiport für Flugtaxis könnte auf dem obersten Deck des Parkhauses P2 (im Vordergrund) installiert werden. © Lilium

Lilium entwickelt ein vollelektrisches, senkrecht startendes und landendes Lufttaxi für bis zu fünf Insassen. Das Unternehmen hat kürzlich seinen 500. Mitarbeiter eingestellt und plant, bis 2025 Flugtaxis als alternatives Transportmittel zu etablieren. Das Lilium Jet getaufte Fluggerät wird von 36 Elektromotoren angetrieben, die schwenkbar in den beiden Flügelpaaren untergebracht sind. Als Reichweite des Serienmodells haben die Ingenieure des Unternehmens eine Reichweite von 300 Kilometern (162 nautischen Meilen) und eine Geschwindigkeit von 162 Knoten (300 km/h) errechnet.

In 30 Minuten von Münster nach Köln

Remo Gerber, der Chief Operating Officer (COO) von Lilium, sagte: „Wir freuen uns, unseren innovativen Service nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Städte wie Aachen, Bielefeld, Münster und Siegen werden innerhalb von 30 Minuten direkt an die größten internationalen Flughäfen der Region angebunden, was eine emissionsfreie Hochgeschwindigkeitsverbindung zu einem erschwinglichen Preis ermöglicht.“

Der Hauptgeschäftsführer (CEO) und Mitgründer von Lilium, Daniel Wiegand, sagte: „Wir befinden uns gerade im Genehmigungsverfahren mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Wir sind zuversichtlich, dass wir in mehreren Regionen bis 2025 als neuer Verkehrsträger etabliert sein werden. NRW ist bestens aufgestellt, eine dieser Regionen zu werden.“

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst sagte: „Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte schon bald Realität sein. In dem Bundesland mit dem höchsten Mobilitätsbedarf sind kluge Ideen für mehr Mobilität immer willkommen. Wir brauchen alle Verkehrsträger, um den Menschen ein überzeugend vielfältiges Mobilitätsangebot zur Verfügung zu stellen. Nordrhein-Westfalen ist eine Modellregion für die Mobilität der Zukunft. Wir wollen, dass die digital vernetzte Mobilität in Nordrhein-Westfalen nicht nur erforscht und entwickelt, sondern auch so schnell wie möglich erlebt wird. Deshalb unterstützen und fördern wir viele Zukunftsprojekte und Forschungsvorhaben hier in NRW.“

Am 4. Mai 2019 war der Prototyp des Lilium Jets auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen zu seinem ersten Flug gestartet. Bislang ist das Fluggerät allerdings noch nicht öffentlich geflogen, und alle Videos der Firma, die den Lilium Jet fliegend zeigen, sind mit Musik unterlegt und lassen keine Rückschlüsse auf die Geräusche des Fluggeräts zu.

 

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