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MTU Aero Engines baut wegen der Coronakrise Stellen ab

Die Auswirkungen der Coronakrise in der Luftfahrt schlagen nun auf die Zulieferer durch. Die MTU Aero Engines AG will ihre Kapazitäten bis Ende nächsten Jahres anpassen und setzt dabei auf ein Bündel von verschiedenen Maßnahmen.

6.07.2020

Ein Drittel aller PW1100G-JM-Getriebefans für den Airbus A320neo werden in München endmontiert. © MTU Aero Engines

Der dramatische Einbruch der Flugstundenzahlen im zivilen Luftverkehr, ein deutlicher Rückgang bei der Produktion von neuen zivilen Flugzeugen ­– sowohl bei Airbus als auch bei Boeing – treffen die Zulieferer hart. Die MTU Aero Engines AG hat heute bekanntgegeben, dass sie plane, ihre Personalkapazitäten angesichts der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die internationale Luftfahrt anzupassen. Bis Ende nächsten Jahres will das Unternehmen an seinen deutschen und internationalen Standorten die Kapazitäten um 10 bis 15 Prozent reduzieren. Im vergangenen Jahr hatte die MTU Aero Engines noch ihren Mitarbeiterstamm um zehn Prozent auf insgesamt 10.660 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2019) erhöht.

Langsame Erholung erwartet

Reiner Winkler, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der MTU Aero Engines, sagte: „Die Luftfahrtindustrie wird durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch über längere Zeit unter Druck bleiben. Es wird Jahre dauern, bis der Luftverkehr – und damit die Grundlage unserer Aktivitäten im Serien- und Instandhaltungsgeschäft – wieder das Niveau der Vorkrisen-Jahre erreichen wird. Wir haben kein Interesse an betriebsbedingten Kündigungen oder Sozialplänen, und werden unser Vorgehen sehr sorgfältig mit dem Betriebsrat abstimmen. Auch während und nach der Krise wollen wir eine möglichst große Zahl unserer hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen an Bord behalten. Unseren Partnern und Kunden werden wir weiterhin das gewohnt hohe Qualitäts- und Serviceniveau bieten.“

Ein Großteil der Reduzierung soll über individuelle Vereinbarungen wie beispielsweise verstärkte Nutzung von Altersteilzeit, Vorruhestandregelungen und anderen Maßnahmen erfolgen. Ein weitgehender Einstellungsstopp sowie eine Reduzierung der Arbeitszeiten sollen die Maßnahmen unterstützen, um das angestrebte Ziel im Rahmen des Zeitplans zu erreichen.

Volker K. Thomalla

 

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