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Airbus wird Flügeltechnologie der nächsten Generation testen

Signifikante Effizienzsteigerungen der Flugzeuge helfen der Lufverkehrsindustrie, ihre Klimaziele zu erreichen. Neben den Triebwerken sind vor allem die Tragflächen die größte Stellschraube. Airbus wird nun Flügelverlängerungen erproben, eine Technologie, die vor allem aus dem Segelflugzeugbau bekannt ist.

22.07.2026

Airbus wird im Rahmen des Wing of Tomorrow-Programms an einer A321neo verschiedene Flügelverlängerungen testen. © Airbus

Airbus hat auf der Farnborough International Airshow (20. – 24. Juli 2026) in Farnborough in Großbritannien bekanntgegeben, das der Konzern neue Tragflächenkonfigurationen an einer A321neo im Flug testen wird. Im Rahmen des Programms „Wing of Tomorrow“ wird der Hersteller als erstes eine Tragflächenverlängerung um mehrere Meter an dem FlightLab-Single-Aisle-Jet anbringen. Diese neuen Flügelspitzen repräsentieren klappbare Spitzen. Das Wing of Tomorrow-Programm ist nach Angaben des Herstellers das derzeit größte Forschungs- und Technologieprogramm von Airbus. Es läuft bereits seit über zwölf Jahren.

Neben Fortschritten bei der Effizienz der Triebwerke sind die Tragflächen die zweitgrößte Stellschraube, um Verkehrsflugzeuge effizienter zu machen. Deswegen ist das Forschungsprogramm auch von hoher Bedeutung für Airbus.

Sue Partridge, die Leiterin des Wing of Tomorrow-Programms bei Airbus, sagte: „Seit über 50 Jahren ist Airbus Vorreiter bei Innovationen in der Luftfahrt und verschiebt kontinuierlich die Grenzen des Machbaren, um effizientere Flugzeuge für künftige Generationen zu entwickeln. Genau deshalb ist das Programm ‚Wing of Tomorrow‘ eine so spannende und lohnende Reise. Diese Flugerprobungskampagne ermöglicht es uns, herkömmliche Konstruktionsgrenzen sicher zu hinterfragen und die Vorteile längerer Tragflächen zu erforschen.“

Windkanaltests unterstützen das Programm

Airbus kündigte an, innerhalb der nächsten drei Jahre die Tragflächen-Verlängerungen entwickeln, bauen und an einer A321neo im Flug erproben. Damit sollen verschiedene Geometrien von Flügelspitzen zum Einsatz kommen. Je höher die Streckung eines Tragflügels ist, umso effizienter ist es. Segelflugzeuge haben Flügel mit extremer Streckung und sind auf eine aerodynamisch optimale Auslegung angewiesen.

Airbus hat bereits drei, jeweils 17 Meter lange Tragflächen gebaut, mit denen am Boden im Windkanal die Vorteile und Leistungsparameter der verschiedenen Auslegungen getestet wurden. AeroBuzz hatte bereits darüber berichtet.

Parallel zum Programm „Wing of Tomorrow“ beschleunigt die Airbus-Innovationsschmiede UpNext die Entwicklung des Demonstrators „eXtra Performance WING“. Ziel dieses Programms ist die Entwicklung eines Flügels, der während des Fluges seine Form verändern kann, um die aerodynamische Effizienz zu maximieren. Die Montage dieses Flugdemonstrators in Cazaux im Süden Frankreichs steht kurz vor dem Abschluss; der Erstflug ist für Ende 2026 geplant. Die ersten Flüge sollen ferngesteuert ohne Crew an Bord stattfinden.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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