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EASA verbietet PIA den Einflug in den EU-Luftraum

Die EASA untersagt der pakistanischen Fluggesellschaft PIA den Einflug in den Luftraum über Europa, da sie nicht alle Elemente eines Flight Safety Management Systems implementiert habe. Der Skandal, dass ein Drittel der Piloten der Airline aufgrund dubioser oder gefälschter Lizenzen aus dem Verkehr gezogen wurden, hat die Entscheidung noch beschleunigt. 

30.06.2020

Die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines hat ein Drittel ihrer Piloten gegroundet, weil die Herkunft ihrer Lizenzen als dubios eingestuft wurde. © Volker K. Thomalla

Nachdem in Pakistan entdeckt wurde, dass rund ein Drittel aller Verkehrsflugzeugführer des Landes über „dubiose“ oder gefälschte Lizenzen verfügen, hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die Konsequenzen gezogen: Ab 1. Juli 2020 dürfen Flugzeuge der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) für zunächst sechs Monate nicht mehr in den Luftraum der EASA-Länder einfliegen.

Aufschub bei der FMS-Implementierung

In dem Schreiben des Exekutiv-Direktors der EASA, Patrick Ky, an Yaseen Muhammed, den Hauptgeschäftsführer (CEO) von PIA, drückt Ky seine Unzufriedenheit deutlich aus, indem er darauf hinweist, dass die Airline bereits in der Vergangenheit von der EASA einen Aufschub für den Nachweis der Implementierung bestimmter Maßnahmen erhalten habe. Nun habe die EASA erfahren, dass 260 der 840 Piloten des Landes nur dubiose beziehungsweise gefälschte Lizenzen verfügen.

„Der Betreiber konnte nicht nachweisen, dass er alle Elemente eines Safety Management Systems, so wie es vom Annex 6 Part 1 und Annex 19 des Chicagoer Abkommens gefordert ist, implementiert habe“, schreibt Ky in seiner Begründung, warum die PIA bis auf weiteres nicht den europäischen Luftraum nutzen darf.

PIA hat nun sechs Monate Zeit, der EASA nachzuweisen, dass alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen für die Durchführung von Flügen getroffen und implementiert wurden. Sollte das nicht geschehen, kann das Flugverbot nach Europa verlängert werden.

Volker K. Thomalla

 

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