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Lufthansa bietet für Teile der Alitalia

Lufthansa will die Hinterlassenschaften von Etihad aufräumen. Die deutsche Airline hat nun ein Angebot für Teile der insolventen Alitalia abgegeben. An einer Rettung der gesamten, in der Branche als "unsanierbar" geltenden Fluggesellschaft hat die Lufthansa kein Interesse.

17.10.2017

Lufthansa hat ein Angebot für die Übernahme eines Teils der Alitalia abgegeben. © Volker K. Thomalla

Viele Beteiligungen von Etihad Aviation an europäischen Airlines sind nicht gerade Erfolgsmodelle geworden. Mit Alitalia und airberlin haben die beiden prominentesten Beteiligungen der Investoren vom Golf in diesem Jahr Insolvenz anmelden müssen. Bei der airberlin hat die Lufthansa Group die meisten noch zu verwertenden Teile des Unternehmens übernommen. Nun hat sie offiziell ihr Interesse mit der Einreichung eines Angebots für die Alitalia bekundet. Die Lufthansa Group hat kein Interesse an der gesamten Airline, die seit Anfang Mai unter Insolvenzverwaltung steht. Sie hat nur Interesse an Teilen des weltweiten Netzverkehrs und des europäischen und inneritalienischen Punkt-zu-Punkt-Verkehrs gezeigt.

Das Angebotsschreiben enthält nach Lufthansa-Angaben ein Konzept für eine neu strukturierte Alitalia, die als „NewAlitalia“ mit einem fokussierten Geschäftsmodell eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive entwickeln könnte. Über die Details des Angebots wurde mit den zuständigen Kommissaren Stillschweigen vereinbart.

Sieben Bieter buhlen um Alitalia-Reste

Nach Angaben der Insolvenzverwalter haben insgesamt sieben Bieter vor Ablauf der Frist ein Angebot abgegeben, darunter neben der Lufthansa auch easyJet. Sowohl die italienische Regierung als auch die italienischen Gewerkschaften lehnen jedoch ein Angebot wie das der Lufthansa ab, das nur eine Übernahme von Teilen der insolventen Fluglinie und die Entlassung von mehreren Tausend Mitarbeitern vorsieht.

Die italienische Regierung hat derweil die Frist zur Gewährung eines Überbrückungskredits vom November 2017 auf September 2018 verlängert. Sie zieht außerdem in Erwägung, den Angebotszeitraum zu verlängern, um doch noch einen Bieter zu finden, der die komplette Airline übernimmt. Dies gilt jedoch in der Branche als aussichtslos.

 

 

 

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