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Lufthansa streicht morgen fast alle Flüge in München und Frankfurt

Der Sommer 2022 gerät zu einem weiteren Stresstest für alle Beteiligten des Luftverkehrs. Nun hat die Gewerkschaft ver.di für Mittwoch Beschäftigte der Lufthansa noch zu einem 26-stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Airline streicht deshalb ihre Flüge in Frankfurt und München.

26.07.2022

Am 27. Juli 2022 fallen fast alle Lufthansa-Flüge in Frankfurt und in München aus, nachdem die Gewerkschaft ver.di zu einem Warnstreik aufgerufen hat. © Volker K. Thomalla

Der Sommer 2022 wird als der Chaos-Sommer im europäischen Luftverkehr in die Geschichte eingehen. Aufgrund einer falschen Personalpolitik mehrerer Unternehmen, die an viel zu spät mit dem Rekrutieren von Personal für die Abfertigung und die Sicherheitskontrollen begonnen haben, verpassen regelmäßig Hunderte von Passagieren ihre Flüge. Tausende müssen stundenlang in Warteschlangen verbringen. Diese Fehler führen die Idee vom Flugzeug als schnellem Transportmittel ad absurdum und schaden nachhaltig der gesamten Branche.

Nun hat im Rahmen der laufenden Tarifrunde auch noch die Gewerkschaft ver.di die am Boden beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa zu einem Warnstreik aufgerufen, der am Mittwoch um 03.45 Uhr beginnen und am Donnerstag um 06.00 Uhr enden soll. Ver.di fordert für die Beschäftigten der Lufthansa 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich mehr.

Aus FRA und MUC gehen am Mittwoch keine LH-Flüge

Die Lufthansa hat aufgrund dieses Streikaufrufs nun ihr Flugprogramm massiv zusammengestrichen. Am Mittwoch fallen an den Drehkreuzen Frankfurt (FRA) und München (MUC) fast alle Flüge aus. Lufthansa arbeite mit Blick auf das kommende Wochenende, den Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg, mit Hochdruck daran, den Flugbetrieb so schnell wie möglich wieder zu normalisieren. Dennoch könnten die Auswirkungen des Streiks auch am Donnerstag und Freitag noch zu einzelnen Flugausfällen oder Verspätungen führen, teilte die Fluggesellschaft mit.

Betroffen sind aus heutiger Sicht über 1.000 Flüge, für die rund 134.000 Fluggäste Tickets gebucht hatten. Michael Niggemann, der Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG, zeigte für die Streikankündigung kein Verständnis. Er sagte: „Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an. Das betrifft vor allem unsere Fluggäste in der Hauptreisezeit. Und es belastet unsere Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs zusätzlich stark.“

Volker K. Thomalla

 

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