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Rückschlag für Suchoi: Adria Airways annulliert SSJ100-Deal

Die Bemühungen von Sukhoi Civil Aircraft, den Regionaljet SSJ100 weiter im westlichen Airline-Markt zu platzieren, sind derzeit nicht von Erfolg gekrönt. Nun hat Adria Airways angekündigt, einen avisierten Auftrag über 15 Flugzeuge wieder zu stornieren, nur vier Monate nach der Unterzeichnung eines MoU. 

3.04.2019

Adria Airways hat im November 2018 eine Kaufabsichtserklärung für die Beschaffung von bis zu 15 Suchoi SSJ100 Regionaljets abgegeben. © Adria Airways

Das war eine kurze, aber heftige Beziehung zwischen dem russischen Flugzeughersteller Sukhoi Civil Aircraft Company (SCAC) und der slowenischen Adria Airways: Ende November letzten Jahres hatte Adria Airways in Form eines Memorandum of Understanding (MoU) ihre Absicht vertraglich geäußert, 15 Regionaljets des Suchoi Superjet SSJ100 durch Leasingverträge zu beschaffen. Im Gegenzug dafür wollte der Hersteller einen Wartungszentrum und ein Ersatzteilzentrum in Ljubljana aufbauen.

Interjet ist mit dem Muster nicht zufrieden

Für Suchoi wäre dieser Auftrag von hoher Bedeutung gewesen, da bestehende Kunden im Westen wie die mexikanische Airline Interjet mit der Zuverlässigkeit der Flugzeuge und der Ersatzteilversorgung keinesfalls zufrieden sind. Die Airline hat nach Angaben des britischen Luftfahrt-Newsportal Flight Global derzeit 15 ihrer 22 SSJ100 gegroundet und schlachtet ein Teil von ihnen aus, um die restliche Flotte flugfähig zu halten.

Doch nun die Kehrtwende bei Adria Airways: Obwohl sich Adria Airways auf die Indienststellung des neuen Regionaljets vorbereitet hat, – das erste Flugzeug sollte ja schon in diesem Jahr übergeben werden – kommt der SSJ100-Deal nun nicht zustande. Holger Kowarsch, der Managing Director von Adria Airways, fand deutliche Worte zur Beendigung der angestrebten, langjährigen Partnerschaft in diesem frühen Stadium:

„Wir sind natürlich enttäuscht, dass die Zusammenarbeit mit Suchoi nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen ist. Die Partnerschaft war jedoch nur dann praktikabel, wenn die im strategischen Geschäftsplan festgelegten Ziele erreicht werden konnten. In diesem Fall haben wir dies leider nicht für möglich gehalten.“ 
Volker K. Thomalla

 

 

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