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Verdi ruft für Dienstag zu Streiks an acht Flughäfen auf

Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) für die 23.000 Kontrolleure an den Sicherheitskontrollstellen der Flughäfen in Deutschland eskaliert. Nun hat Verdi für Dienstag zu einem fast flächendeckenden Streik in Deutschland aufgerufen.

14.01.2019

Der Flughafen München schaffte 2018 eine neue Bestmarke bei den Verkehrszahlen: Über 46 Millionen Fluggäste nutzten den Airport. © Flughafen München

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verschärft die Gangart im laufenden Tarifkonflikt. Nachdem die Arbeitnehmer-Vertreter noch in der vergangenen Woche für kommenden Dienstag zu einem Streik am Frankfurter Flughafen aufgerufen hatten, kam gestern überraschenderweise eine Ausweitung des Aufrufes zu Streiks an insgesamt acht deutschen Airports. Nun soll das Flugsicherheitspersonal am Dienstag an den Airports Frankfurt, Hamburg, München, Leipzig, Bremen, Dresden, Erfurt und  Hannover niederlegen.

Massive Einschränkungen erwartet

Damit ist am Dienstag mit massiven Einschränkungen des Luftverkehrs in Deutschland zu rechnen. Die zu erwartenden Flugausfälle werden auch Auswirkungen auf den gesamten Luftverkehr in Europa haben.

„Der erneute Streikaufruf ist notwendig geworden, weil der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) weder auf das starke Signal der Beschäftigten durch die Warnstreiks in Berlin-Tegel und Schönefeld am vergangen Montag noch auf die Warnstreiks in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart am vergangenen Donnerstag mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagiert hat“, begründete Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher den neuerlichen Streikaufruf.

„Die Gewerkschaft überspannt den Bogen mit diesen Maßnahmen zunehmend“, sagte der BDLS-Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser. Auf Wunsch der Gewerkschaft treffe man sich erst am 23. Januar wieder zu Verhandlungen, anstatt seit Jahresbeginn zu verhandeln.

Volker K. Thomalla

 

 

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