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Die französische Armée de l’Air hat ihren Namen geändert

Um die strategische Bedeutung des Weltalls für das Land zu unterstreichen, heißen die französischen Luftstreitkräfte nun Armée de l’Air et de l’Espace. Ein eigenes Weltraum-Kommando ist in der Aufstellung begriffen und soll schon im November eine erste Übung abhalten.

17.09.2020

Zwei Mirage 2000B der französischen Luft- und Weltraumstreitkräfte rollen auf dem Fliegerhorst in Orange. © Bob Fischer

Die französische Armée de l’Air ist Geschichte. Bereits am 24. Juli dieses Jahres  wurde ihre Bezeichnung offiziell in Armée de l’Air et de l’Espace (Luft- und Weltall-Streitkräfte) geändert. Dieser Änderung wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Sommer des vergangenen Jahres initiiert, als er ankündigte, dass es künftig auch ein Weltraum-Kommando innerhalb der Streitkräfte geben werde.

Neues Logo enthüllt

Am 11. September wurde nun auch ein neues Logo der Teilstreitkraft enthüllt. Es lehnt sich bewusst stark an das alte, vor zehn Jahren eingeführte Logo ein und zeigt einen stylisierten Falken, der über der Erdkrümmung schwebt. Außerdem wurde der Schriftzug „Armée de l’Air“ um den Zusatz „& Espace“ ergänzt. Mit diesem modifizierten Logo soll Kontinuität ausgedrückt werden, denn die Änderungen in der Struktur der französischen Luft- und Weltraum-Streitkräfte ist eine Evolution und keine Revolution.

Das neue Logo und die neue Bezeichnung der französischen Luftstreitkräfte sollen die stärkere Bedeutung des Weltalls für das Land widerspiegeln. © Défense.gouv.fr

Auch bisher haben französische Soldaten Satelliten für Kommunikation, Aufklärung und Navigation bedient und genutzt. Die militärische Führung erklärte in einem Communiqué, dass Frankreich angesichts der lebenswichtigen Implikationen für militärische Operationen den Weltraum als ein Hauptanliegen für seine strategische Unabhängigkeit definiert habe, und so sei am 3. September 2019 das Weltraumkommando CDE (Commandement de l’espace bekannt) gegründet worden.

Das Kommando wird von Brigadegeneral Michel Friedling geführt, der dem Gemeinsamen Generalstabschef François Lecointre untersteht, wenn es um Zusammenarbeit, Fähigkeiten und militärische Operationen geht, und dem Stabschef der Luft- und Weltraum-Streitkräfte, General Philippe Lavigne, in Fragen der Ausbildung. Das Weltraumkommando mit Sitz in Toulouse soll bis  2025 mit einer Stärke von fast 500 Mann seine volle Einsatzfähigkeit erreichen. Schon für den November dieses Jahres ist eine erste militärische Übung das Weltall betreffend angesetzt. Sie trägt den Namen AstérX.

Bob Fischer

 

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