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Griechenland erhält NH90 in Special Ops Konfiguration

Vier der sechs noch zur Auslieferung an Griechenland ausstehenden NH90-Hubschrauber werden in einer Konfiguration für Spezialkräfte gefertigt. Die überarbeiteten Verträge mit dem Land sehen die Möglichkeit einer Einrichtung eines MRO-Standortes für das Muster in Griechenland vor.

21.04.2021

Griechenland wird insgesamt 20 NH90 erhalten, darunter auch einige in einer Sonderkonfiguration für Spezialkräfte. © NH Industries

Griechenland hatte für seine Heeresflieger insgesamt 20 NH90-Hubschrauber in der Ausführung TTH (Tactical Transport Helicopter) fest bestellt, von denen seit 2011 insgesamt 14 ausgeliefert worden sind. Zusätzlich hatte das Land 14 Optionen gezeichnet. Nun haben sich Vertreter der griechischen Regierung und des Herstellers NH Industries (NHI) getroffen, um einen überarbeiteten Vertrag zu unterzeichnen, in dem von den Optionen Abstand genommen wird. Die griechische Armee wird noch sechs NH90 übernehmen – darunter auch vier NH90 TTH in einer Special Operations-Konfiguration. NHI hat die Ausrüstung der Special Ops-Hubschrauber nicht näher spezifiziert, betont aber, dass sie sich von den NH90 Standard 2 unterscheiden, die für eine ähnliche Aufgabe für die französische Armee entwickelt wurden. Die Auslieferungen der ausstehenden Helikopter im Rahmen der aktualisierten Vereinbarung beginnen 2022.

Nachrüstung auf FOC

Der modifizierte Vertrag sieht zudem die Aufrüstung von vier NH90, die in einem Zwischenstandard nach Griechenland geliefert wurden, auf eine volle Einsatzkonfiguration (FOC) vor. Die griechischen Partner haben neu in den Vertrag eine Rahmenvereinbarung hineinverhandelt, die die Einrichtung eines Wartungsstandortes in Griechenland ermöglicht.

Service und Support waren lange Zeit für alle NH90-Betreiber nicht zur vollen Zufriedenheit gelöst. Diese Probleme will NHI nun angehen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen so genannten Transformationsplan in die Tat umgesetzt, um die Verfügbarkeit der weltweiten NH90-Flotte zu verbessern. Dabei wurden Initiativen zur Verringerung der Wartungslast, zur Verbesserung der Durchlaufzeiten bei Reparaturen und Überholungen, sowie zur Entwicklung lokaler Lösungen in den Kundennationen implementiert. Mit ersten Ergebnissen aus diesen Programmen rechnet das Herstellerkonsortium im Juni dieses Jahres.

Bob Fischer

 

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