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Griechenland ist der vierte Exportkunde für die Rafale

Die griechische Regierung hat gestern erwartungsgemäß eine Bestellung für 18 Kampfflugzeuge des Typs Rafale von Dassault Aviation unterschrieben. Ein Teil der Flugzeuge wird neu gebaut, einen anderen Teil übernehmen die griechischen Luftstreitkräfte von der französischen Armée de l’Air et de l’Espace.

26.01.2021

Griechenland wird ab Sommer 2021 insgesamt 18 Fighter des Typs Rafale erhalten. © Dassault Aviation/A. Pecchi

Griechenland hat am 25. Januar 2021 in Athen wie erwartet einen Vertrag mit der französischen Regierung über die Beschaffung von 18 Kampfflugzeugen Rafale unterschrieben. Das griechische Parlament hatte die Mittel für die Beschaffung der Fighter Ende Dezember 2020 genehmigt. So gesehen war der Abschluss des Vertrages keine Überraschung, aber ein Vertrag ist eben erst bindend, wenn die Tinte der Unterschrift auf dem Papier getrocknet ist.

Erste Lieferung schon in diesem Sommer

Griechenland hat einen dringenden Bedarf an Kampfflugzeugen reklamiert und wird deshalb bereits im Sommer dieses Jahres die ersten Exemplare erhalten. Da kein Hersteller die Flugzeuge so schnell fertigen und ausliefern kann, erhalten die griechischen Luftstreitkräfte (Elliniki Polemki Aeroporia) innerhalb der nächsten beiden Jahre zwölf gebrauchte Rafale der französischen Armée de l’Air et de l‘Espace sowie sechs fabrikneue Exemplare. Im Gegenzug hat sich der französische Staat verpflichtet, die zwölf Rafale bei der Armée de l’Air durch neue Rafale zu ersetzen, so dass Dassault Aviation insgesamt 18 neue Fighter dieses Musters produzieren darf.

Zusammen mit der Fighter-Bestellung hat Griechenland auch einen Vertrag für die logistische Unterstützung der Rafale unterschrieben, der zunächst für viereinhalb Jahre gilt. Die Bewaffnung der Rafale wird der europäische Flugkörper-Hersteller MBDA zur Verfügung stellen. Er teilte mit: „Die Bewaffnung der neuen Flugzeuge wird von der großen Gemeinsamkeit mit den Mirage 2000 und Mirage 2000-5 profitieren, die derzeit bei der Hellenic Air Force im Einsatz sind. Wie diese werden auch die Rafals mit SCALP-Marschflugkörpern, AM39 Exocet-Schiffsabwehrraketen und MICA-Mehrzweck-Luft-Luft-Raketen bewaffnet sein. Zusätzlich wird MBDA auch Meteor Luft-Luft-Raketen liefern.“

Griechenland ist der vierte Exportkunde für die Rafale nach Ägypten, Katar und Indien. Auch in den Fighter-Beschaffungswettbewerben in Finnland und in der Schweiz ist die Rafale noch im Rennen.

Volker K. Thomalla

 

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