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KC-46A der US Air Force bleibt über 24 Stunden in der Luft

Ein Tankflugzeug des Typs Boeing KC-46A Pegasus hat vor kurzem einen Ultralangstreckenflug von über 24 Stunden Dauer durchgeführt. Der Tanker der 22nd Refuelling Wing versorgte auf dem Flug andere Flugzeuge mit Treibstoff und wurde selber mehrfach betankt.

12.05.2022

Während ihres über 24 Stunden dauernden Fluges übernahm die KC-46 Pegasus Treibstoff von einer anderen KC-46A. © U.S. Air Force/Brenden Beezley

Am 5. Mai dieses Jahres ist eine KC-46A Pegasus der 22nd Refuelling Wing der United States Air Force (USAF) zu einem bemerkenswerten Lokalflug gestartet: Das zweistrahlige Tankflugzeug hob an diesem Tag von der Startbahn der McConnell Air Force Base (AFB) im US-Bundesstaat Wichita ab und landete ohne Zwischenstopp erst 24 Stunden und zwölf Minuten später auf der McConnell AFB. Damit hatte die verstärkte Crew einen neuen Rekord in der Geschichte des Air Mobility Command (AMC) der USAF aufgestellt. Nie zuvor war ein Tanker des AMC über eine solch’ lange Zeit ohne Zwischenlandung in der Luft gewesen, teilte die USAF jetzt mit.

Der Flug sollte das Flugzeug ans Limit bringen

Doch der Flug diente nicht dem Zweck, einen neuen Rekord aufzustellen. Mit ihm wollte die Air Force den Nachweis erbringen, wie leistungsfähig und einsatzbereit das neueste Tankflugzeugmuster im Arsenal der US-Luftstreitkräfte ist. Damit der Flug auch gelingen konnte, wurde er in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Boeing über mehrere Wochen penibel vorbereitet.

Die Crew des Rekordfluges vor dem Start. Sie gehört zur 22nd Air Refueling Wing auf der McConnell Air Force Base in Wichita, Kansas. © U.S. Air Force/Brenden Beezley

Ein besonderes Augenmerk richtete die USAF dabei auf die Crew, die während des Fluges medizinisch in Bezug auf Müdigkeit und psychomotorische Ausfälle überwacht wurde. Zur Crew dieses Rekordfluges gehörten sechs Piloten, drei Boom Operators, ein Fotograf und ein medizinischer Assistent. Die Piloten wechselten sich jeweils nach vier Stunden Flugzeit ab. Major Cory Henderson, der flugmedizinische Assistent der 349th Air Refueling Squadron, sagte vor dem Flug: „In der Flugmedizin ist es unser Ziel, nicht nur die Gesundheit und Sicherheit der Besatzung zu erhalten, sondern auch die Sicherheit der Einsätze, die diese Besatzung durchführt. Bei dieser Mission haben wir versucht, dies von Beginn der Planung an und jetzt während der Ausführungsphase zu tun.“

Langweilig wurde der Crew auf dem Flug, der entlang der Grenzen der USA führte, nicht: Sie trainierten das Andocken an eine andere KC-46A aus Wichita und wurden von einer weiteren Pegasus betankt. Die Rekord-Pegasus betankte selbst vier F-35 Lightning II des US Marine Corps in der Luft. In den über 24 Stunden legte die KC-46A eine Strecke von über 14.480 Kilometern zurück.

Mit Hilfe der gewonnenen Daten will die USAF nun einen Leitfaden aufstellen, in dem die Vor- und die Nachteile sowie die Risiken einer solchen Langstreckenmission aufgeführt werden.

Volker K. Thomalla

 

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