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Neue Bezeichnungen: USAF nennt die T-7A künftig eT-7A Red Hawk

Die United States Air Force (USAF) forciert die Digitalisierung mit ihrer eSeries-Initiative. Flugzeuge, die komplett digital entwickelt und getestet wurden, sollen das auch in der Bezeichnung zeigen. Als erstes Flugzeug wurde deswegen der neue Jet-Trainer T-7A in eT-7A umbenannt.

15.09.2020

Die US Air Force modifiziert ihr Bezeichnungssystem: Fluggeräte, die komplett digital entwickelt wurden, erhalten ein zusätzliches e. Aus der T-7A Red Hawk wird so die eT-7A Red Hawk. © Boeing

Die US Air Force wird die Bezeichnung ihrer Fluggeräte und Satelliten im Rahmen ihrer Digitalisierungsoffensive eSeries modifizieren, kündigte Barbara Barrett, die Staatssekretärin im US-Verteidigungsministerium, während des virtuellen Jahrestreffens des Verbandes Air Force Association an. Die Digitalisierung stelle die Zukunft dar, sagte sie. Fluggeräte und Satelliten würden komplett digital entwickelt und virtuell getestet, lange bevor sie zu ihrem ersten Flug abheben. Dies stelle einen Paradigmenwechsel dar, der beispielsweise bei dem neuem Jet-Trainer T-7A Red Hawk von Boeing bereits umgesetzt worden sei.

Staatssekretärin Barrett sagte: „Durch niedrigere Entwicklungskosten und digitale Prototypen werden die Markteintrittsbarrieren heruntergesetzt – Probleme werden schnell erkannt und gelöst. Die erste eSeries-Bezeichnung wird an ein Flugzeug vergeben, das ausschließlich unter Verwendung von Digitaltechnik entworfen, gebaut und getestet wurde: die T-7A, die Red Hawk.“

Initiative eSeries für mehr Digitalisierung

Künftig firmiert der von Boeing und Saab in internationaler Kooperation in nur 36 Monaten entwickelt wurde, unter der Bezeichnung eT-7A Red Hawk. Leanne Caret, die Präsidentin von Boeing Defense, Space & Security, sagte: „Ich bin stolz darauf, dass die eT-7A von Boeing unseren Kunden hilft, die digitale Revolution voranzutreiben. Globale Sicherheitsbedrohungen werden nicht langsamer, deshalb haben wir uns angepasst und die Art und Weise, wie wir Produkte für die Bedürfnisse unserer Kunden entwerfen, testen, bauen und unterstützen, e-enabled gemacht – schnell, risikofreudig und mit neuen Partnern, um die Arbeit zu erledigen.“

Dank des konsequenten digitalen Ansatzes bei der Entwicklung des neuen Jet-Trainers habe man die Qualität der ersten Bauteile um 75 Prozent verbessern können und die Montagezeiten um 80 Prozent reduziert. Außerdem wurde die Zeit für die Software-Entwicklung dadurch um die Hälfte verkürzt. Im September 2018 hatte das Pentagon den T-X-Wettbewerb für einen neuen Jet-Trainer abgeschlossen und den Boeing/Saab-Entwurf zum Sieger gekürt. Die USAF allein hat einen Bedarf von 350 Flugzeugen.

Volker K. Thomalla

 

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