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Saab vermarktet den Seeaufklärer Swordfish nicht mehr aktiv

Saab war mit seinem bewaffnete Seeaufklärer Swordfish kein Glück beschieden. Die beiden aussichtsreichsten Erstkunden haben sich für die Boeing P-8 Poseidon entschieden, so dass der Hersteller das Muster ab sofort nicht mehr aktiv vermarktet. 

13.12.2018

Das Seeüberwachungsflugzeug Saab Swordfish beruht auf dem Ultralangstreckenjet Bombardier Global 6000. © Saab

Leichter, kleiner, günstiger, aber genauso leistungsfähig: Mit diesen Eigenschaften hat der schwedische Konzern Saab in den vergangenen beiden Jahren versucht, potenzielle Kunden für sein Seeüberwachungs- und U-Bootjagd-Flugzeug zu begeistern. Die Saab Swordfish (Schwertfisch) war ein Konzept, das Saab auf Basis des Ultralangstreckenjets Bombardier Global 6000 entwickelt hat, nachdem der von ihm entwickelte und gebaute Aufklärer GlobalEye mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einen Launch Customer gefunden hatte.

Doch aus der Marketing-Kampagne heraus haben sich keine Verkäufe ergeben, so dass Saab nun das aktive Marketing für die Swordfish eingestellt hat. „Swordfish war eine Gelegenheit, die wir uns aufgrund des Erfolgs von GlobalEye nicht entgehen lassen wollten“, sagte Dean Rosenfield, Leiter der Region Asia-Pacific von Saab im Gespräch mit Journalisten in Bangkok. Swordfish sollte eine Abwandlung von GlobalEye werden. Es war vorgesehen, den Jet mit Torpedos, Anti-Schiffsraketen, Sonarbojen und einem Detektor für magnetische Anomalien auszurüsten.

Kleinere Alternative zur Boeing P-8

Saab hatte gehofft, Swordfish als eine leichtere und kostengünstige Alternative zur Boeing P-8 auf dem Markt zu platzieren. Mehrere Länder in der Region Asien-Pazifik haben Erneuerungsbedarf bei ihren Seeüberwachsungsflugzeugen, jedoch war keines der Länder bereit, als Erstkunde aufzutreten. Eines der Länder, in denen sich Saab Hoffnung auf einen Kauf gemacht hatte, ist Südkorea. Doch die Koreaner haben sich für den Kauf von bis zu sechs Boeing P-8 Poseidon entschieden, um ihren Lockheed Martin P-3 Orion ein modernes Muster zur Seite zu stellen. Aerobuzz.de hat darüber berichtet. Der Hersteller war auch bereit, dem Erstkunden weitgehende Rechte bezüglich der Produktion im eigenen Land einzuräumen. Als mit Neuseeland der zweite potenzielle Kunde dem Swordfish-Programm den Rücken kehrte, und sich der P-8 Poseidon zuwandte, zog Saab die Konsequenzen und beendete das aktive Marketing des Musters.

Sollte in Zukunft bei einem anderen Land Bedarf erwachsen, kann der Hersteller das Konzept jederzeit wieder aus der Schublade holen und als Programm reaktivieren.

Bob Fischer

 

 

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1 Kommentar

  • daywalker

    Dies wäre doch ein kostengünstige Alternative für die Marine, da mit der Nord- und Ostsee zwei eher kleinere Gebiete patroulliert werden müßten. Im Pazifik hat man deutlich mehr Fläche und benötigt höhere Kapazitäten. Oder ist bei beiden Fliegern die Zuladung (Kapazität/Fähigkeit) und die Reichweite gleich?

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