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Zwei Gulfstream G280 für die Japan Coast Guard

Ein Spotter in Halifax hat eine neue Gulfstream G280 MSA der japanischen Küstenwache bei einem Ferryflug nach Tel Aviv vor die Linse bekommen, nachdem bereits ein erstes Flugzeug dieses Typs fotografiert wurde. Die Japan Coast Guard hatte bislang nicht kommuniziert, dass sie diese Flugzeuge bestellt hat.

28.07.2026

Israel Aerospace Industries bietet die Gulfstream G280 in einer Version als Seeraum-Überwachungsflugzeug an. © IAI

Die japanische Küstenwache (Japan Coast Guard) hat mindestens zwei modifizierte Gulfstream G280 bei Israel Aerospace Industries (IAI) bestellt. Die Business Jets Flugzeuge werden als Seeaufklärungsflugzeuge (MPA) konfiguriert und unter anderem mit einem AESA-Multimode-Radar (Active Electronically Scanned Array) ausgestattet.

Die G280 werden von IAI in Tel Aviv für Gulfstream produziert und anschließend in die USA zur Endausrüstung geflogen. Ein erste G280 in Japan Coast Guard-Lackierung wurde im April dieses Jahres auf dem Love Field in Dallas fotografiert (Kennzeichen: MAJ301), eine zweite (Kennzeichen: MAJ300) wurde in Halifax in Kanada bei einem Zwischenstopp auf dem Ferryflug nach Tel Aviv fotografiert.

Modernes ELI-3360-Radarsystem an Bord

IAI nennt die modifizierten G280 „G280 MSA ELI-3360“ und bezeichnet sie als maritime Langstrecken-Überwachungsflugzeuge. Das moderne Radar ist Teil des ELI-3360-Systems des israelischen Anbieters ELTA, das für die Überwachung, Bildgebung und Verfolgung von See-, Land- und Luftzielen entwickelt wurde. Es kann eine Vielzahl von großen und kleinen Zielen gleichzeitig erkennen und identifizieren.

Die Gulfstream G280 verfügt zudem über eine offene Architektur und ist mit einem EO/IR-System (elektrooptisch/infrarot) für Tag- und Nachtbeobachtung sowie einem SAR-DF-System (Search and Rescue Peiler) ausgestattet. Sie lässt sich problemlos mit zusätzlichen Sensoren für SIGINT (Signalaufklärung) und den Schutz der maritimen Umwelt erweitern. Darüber hinaus wird der Jet mit einem umfassenden Selbstschutzsystem ausgestattet. Das gesamte Sensorsystem wird vom Multi-Mission Management System von ELTA gesteuert.

Die zivile Variante der G280 hat ein maximales Startgewicht von 17.900 Kilogramm und kann bis zu zehn Passagiere über eine Strecke von 3.600 Seemeilen (6.667 Kilometer) befördern. Die G280 wird von zwei HTF7250G-Turbofans von Honeywell Aerospace angetrieben und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von Mach 0,80.

Bob Fischer

 

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