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Boeing erhält weitere Aufträge für die P-8A Poseidon

Die Boeing P-8A Poseidon ist ein sehr erfolgreiches Programm für den Hersteller. Der größte Kunde, die US Navy, hat jetzt elf weitere Exemplare bestellt, und das Exportpotenzial des Musters ist noch nicht ausgeschöpft.

1.04.2021

Die Royal Australian Air Force hat ihre P-8A Poseidon Bestellungen auf 14 Exemplare vergrößert. © Boeing

Die US Navy hat gestern bei Boeing elf zusätzliche U-Bootjagd- und Seefernaufklärungsflugzeuge des Typs P-8A Poseidon in Auftrag gegeben. Der Auftragswert wird mit 1,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,45 Milliarden Euro) angegeben. Neun Poseidon sind für die US Navy vorgesehen – die damit insgesamt 128 Exemplare für sich bestellt hat –, während die anderen beiden P-8A im Rahmen eines Regierungsgeschäfts (Foreign Military Sales) an Australien weiterverkauft werden.

Nach Angaben des Herstellers fliegen derzeit 103 Boeing P-8 bei den Streitkräften der USA, Großbritanniens, Australiens und Indiens. Sie haben zusammen bislang weit über 300.000 Flugstunden geloggt. Zu den weiteren Exportkunden für das Muster gehören Neuseeland, Norwegen und Südkorea. Sie haben das Muster schon bestellt, aber noch kein Flugzeug erhalten.

Mit Torpedos und Raketen bewaffnet

Das Muster wird neben der U-Bootjagd (ASW) und der Bekämpfung von Überwassereinheiten (ASuW) auch auf Missionen zur Informationsgewinnung (SIGINT, ELINT), Überwachung, Aufklärung sowie für Such- und Rettungseinsätze erfolgreich eingesetzt. Dazu kann die Poseidon auch mit anderen Systemen wie beispielsweise der Riesendrohne MQ-4C Triton von Northrop Grumman zusammenarbeiten. Sie verfügt als Bewaffnung über Torpedos, die im Waffenschacht mitgeführt werden und über AGM-84 Harpoon-Anti-Schiffsraketen, die an Unterflügelstationen angebracht sind.

Die P-8A Poseidon ist auch als Übergangslösung für die Deutsche Marine für die Zeit zwischen 2025 und 2035 im Gespräch. Die US-Regierung hatte erst im vergangenen Monat einen möglichen Verkauf von bis zu fünf P-8A Poseidon an Deutschland genehmigt.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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