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Boeing wird F/A-18E/F Super Hornet modernisieren

Die US Navy verpasst ihren Kampfflugzeugen vom Typ F/A-18E/F Super Hornet ein Modernisierungsprogramm. Der Hersteller Boeing wird das Programm ausführen und hat dafür nun einen Auftrag mit einer dreijährigen Laufzeit erhalten.

25.03.2019

Die erste Boeing F/A-18E Super Hornet Block III soll 2020 an die US Navy geliefert werden. © Boeing

Vor einem Jahr hatte Boeing den Auftrag zur Serienfertigung eines Modernisierungspakets für die F/A-18E/F Super Hornet sowie der Umrüstung der ersten vier Flugzeuge der US Navy erhalten. Nun hat der US-Aerospace-Konzern einen über drei Jahre laufenden Vertrag zur Modernisierung von insgesamt 78 Fightern des Block II-Standards auf den neuen Block III-Standard erhalten. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund 4,0 Milliarden US-Dollar (3,52 Milliarden Euro). Nach Berechnungen Boeing spart der amerikanische Steuerzahler durch diesen Mehrjahresauftrag mindestens 395 Millionen US-Dollar im Vergleich zu mehreren Verträgen mit kürzerer Laufzeit. Dan Gillian, Boeing-Vorstandsmitglied für die F/A-18 und EA-18G-Programme, sagte, man könne nun mit den Zulieferern bessere Verträge aushandeln statt diese jedes Jahr neu zu verhandeln.

10.000 Flugstunden Lebensdauer 

Bei der Modernisierung wird tief in die Struktur und die Systeme der Flugzeuge eingegriffen. Die Lebensdauer der Block III-Flugzeuge beträgt 10.000 Flugstunden – im Vergleich zu 6.000 Flugstunden der Block II-Flugzeuge. Dadurch erhöht sich die potenzielle Nutzungsdauer der Flugzeug um 10 bis 15 Jahre. Block III-Jets werden auch sehr viel besser vernetzt sein als ihre Vorgänger und dadurch in der Lage sein, große Datenpakete mit anderen Flugzeugen auszutauschen, da sie neue Datalink-Systeme erhalten. Dies ermöglicht beispielsweise einer Super Hornet die Zielinformationen einer anderen Hornet zu nutzen, ohne selbst das Radar aktivieren zu müssen. Eine höhere Reichweite durch den Anbau von Conformal Fuel Tanks, also am Rumpf angepasste Treibstofftanks, ein neues Cockpit, eine Verringerung der Radar-Signatur sowie ein neues Kommunikationssystem gehören ebenfalls zum Modernisierungspaket. Die Systeme sollen auch eine bessere Wartbarkeit des zweistrahligen Fighters ermöglichen.

Boeing hat schon seit 2013 mit der Navy zusammengearbeitet, um den Umfang der Modernisierung zu definieren. Das Unternehmen wird die Fighter sowohl in seinem Werk in San Antonio in Texas als auch in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri umrüsten. Die Super Hornet-Flotte der US Navy besteht aus über 560 Flugzeugen.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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