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C-160 Transall Retro Brummel auf Goodbye-Tour

Der zweite Teil der C-160-Abschiedstour ist in Deutschland unterwegs. Zwei Transall sind gestern in Hohn gestartet und besuchen verschiedene Orte, die mit der Geschichte des Musters verbunden sind. Aerobuzz war bei dem Abschiedsbesuch auf dem Flughafen Münster Osnabrück dabei.

18.08.2021

Klappen voll ausgfahren, Triebwerke auf Idle: Die C-160 Transall kurz vor dem Aufsetzen. © V. K. Thomalla

Zwei C-160 Transall des Luftransportgeschwaders (LTG) 63 aus Hohn haben gestern und heute die Abschiedstour fortgesetzt, mit der die Bundeswehr das Flugzeugmuster aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei fliegen die beiden C-160 Transall 50+40 und 50+79 Flugplätze und Orte an, die in der Geschichte des Musters eine Rolle gespielt haben. Nachdem beim ersten Abschiedsflug im Juni hauptsächlich Flugplätze im Norden angeflogen wurden, steuert das Goodbye-Duo nun Plätze und Ort im Westen, im Süden und im Osten Deutschlands an.

C-160 Goodbye-Tour

Ein Hingucker für alle Besucher ist dabei natürlich die von Technikern des LTG 63 sonderlackierte „Retro Brummel“ (50+40), die an die 53-jährige Dienstzeit des Musters erinnert. Der Verband wird mit der Ausmusterung der C-160 aufgelöst, aber der Fliegerhorst Hohn, auf dem er stationiert ist, wird entgegen früherer Planung doch nicht aufgegeben.

Aerobuzz war beim Kurzbesuch der C-160-Abschiedsformation auf dem Flughafen Münster Osnabrück (FMO) dabei. Eigentlich hätte die C-160 schon im Juni einen Überflug am FMO machen sollen, doch war dieser Standort damals kurzfristig aus dem Flugplan gestrichen worden. Nun kamen die beiden C-160 sogar für eine Landung und einen Kurzstopp. Das Wetter spielte am FMO an diesem Tag mit, nachdem in Norddeutschland die zunächst geplanten Überflüge in Hamburg-Finkenwerder und in Appen wegen tiefer Wolkenuntergrenzen hatten ausfallen müssen.

Das LTKdo war in Münster beheimatet

In Münster war das frühere Lufttransportkommando (LTKdo) der Luftwaffe von 1971 bis zu seiner Auflösung im Juli 2010 beheimatet. Es war für die Koordination aller Lufttransporteinsätze der Bundeswehr verantwortlich und damit natürlich auch für alle Einsätze der Verbände, die die C-160 Transall der Luftwaffe betrieben.

Die sonst eher wenig frequentierte Besucherterrasse des Airports hatte sich schon eine halbe Stunde vor der Ankunft der C-160 gut gefüllt. In kurzem Abstand landeten die beiden Transportflugzeuge und wurden von Follw-Me-Fahrzeugen zu ihren Abstellpositionen geleitet. Der Flughafen hatte der Retro-Brummel eine Parkposition vor der Besucherterrasse zugewiesen, damit die Besucher auch einen besonders guten Blick auf das sonderlackierte Flugzeug werfen konnten. Die 50+79 blieb im Hintergrund auf einer Außenposition geparkt.

Nach einem rund halbstündigen Stopp ließen die beiden C-160 wieder ihre Triebwerke an und starteten zum Weiterflug, der sie über Kalkar und Geilenkirchen zur nächsten Zwischenstation auf dem Fliegerhorst Nörvenich führte. Nach dem spektakulären Start und einer anschließenden Steilkurve verabschiedeten sich die beiden Flugzeuge mit einem letzten Überflug und einem „Wackeln der Tragflächen“ vom Flughafen Münster Osnabrück. Ein Anblick, den man nicht nur am FMO nicht mehr erleben wird.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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