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Das U.S. Marine Corps hat seine letzte MV-22B übernommen

Die Produktion des Kipprotorflugzeugs Bell Boeing MV-22 nähert sich dem Ende. Das U.S. Marine Corps hat als größter Nutzer des Musters jetzt sein letztes Exemplar in Empfang genommen. Die Produktion konzentriert sich nun auf die Version CMV-22 für die U.S. Navy.

31.07.2026

Bell Boeing hat am 28. Juli 2026 die Übergabe der letzten MV-22B Osprey an das U.S. Marine Corps gefeiert. © U.S. Marine Corps / Neil Lobeda

Das Herstellerkonsortium Bell Boeing hat am 28. Juli 2026 die letzte für das U.S. Marine Corps (USMC) bestimmte MV-22B Osprey im Rahmen einer Feierstunde im Bell Amarillo Assembly Center an die US-Teilstreitkraft übergeben. Die Marines hatten das Muster ab 2005 eingeführt und ab 2007 für einsatzbereit erklärt. Sie sind der größte Nutzer des Kipprotorflugzeugs. Bell Boeing hat nicht weniger als 359 MV-22 an das USMC geliefert.

Bell Boeing MV-22 Osprey

Seit der offiziellen Indienststellung im Jahr 2007 haben die MV-22 des USMC über 686.500 Flugstunden absolviert. Das U.S. Marine Corps beabsichtigt, das Muster bis mindestens 2055 zu nutzen.

Die MV-22B hat das U.S. Marine Corps verändert

Generalleutnant (Lt. Gen.) William Swan, der stellvertretende Kommandeur für die Luftstreitkräfte des U.S. Marine Corps, sagte bei der Feierstunde: „Die MV-22B hat unsere Flotte nicht nur ergänzt, sondern die Art und Weise, wie die Marine Air-Ground Task Force Kampfkraft generiert, grundlegend verändert. Sie verschafft den Kommandeuren einen Entscheidungsspielraum, wie ihn nur Geschwindigkeit und Reichweite bieten können, und vernetzt Schiffe, Stützpunkte sowie räumlich verteilte Streitkräfte auf eine Weise, die sich frühere Generationen nur hätten vorstellen können. Heute planen die Kommandeure der Marines ihre Operationen auf der Grundlage, dass die MV-22B zur Verfügung steht.“

Die Produktion der MV-22 läuft aber trotz der Auslieferung der letzten Osprey für die Marines weiter, denn Bell Boeing liegen noch Aufträge der U.S. Navy für die Version CMV-22B – einer Version für die Versorgung von Flugzeugträgern – vor. Außerdem arbeitet der Hersteller an verschiedenen Upgrades der bestehenden Flotte. So soll unter anderem die Verkabelung der Motorgondeln optimiert werden.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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