Das luftgestützte Aufklärungs-, Überwachungs- und Kontrollsystem GlobalEye des schwedischen Technologiekonzerns Saab setzt Maßstäbe und findet immer mehr Kunden beziehungsweise Interessenten. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren der Erstkunde des Systems, dann folgten Schweden, Frankreich und Kanada. Auch die NATO-Staaten haben sich entschieden, GlobalEye anstelle der E7A Wedgetail als neues Frühwarnsystem zu beschaffen.
Nun haben auch die Niederlande eine Kaufabsichtserklärung LOI (Letter of Intent) bei Saab zur Beschaffung von GlobalEye abgegeben. Saab betont, dass es aber noch keinen Beschaffungsvertrag gebe.
Micael Johansson, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Saab, sagte: „Wir begrüßen die heutige Ankündigung der Niederlande, GlobalEye zu beschaffen. Das System wird eine verbesserte Lageübersicht und Frühwarnfähigkeiten über mehrere Einsatzbereiche hinweg bieten und zugleich die Fähigkeit der NATO stärken, in einem zunehmend komplexen Sicherheitsumfeld zu operieren. GlobalEye wird es den Niederlanden ermöglichen, Bedrohungen früher zu erkennen, schneller zu reagieren sowie sowohl die nationale als auch die kollektive Verteidigung zu stärken. Wir stehen bereit, diese Fähigkeit mit schwedischer Innovation und Expertise zu unterstützen.“
Saabs GlobalEye nutzt als Plattform den Geschäftsreisejet Bombardier Global 6000 beziehungsweise dessen modernste Variante Global 6500. Letzterer wird von zwei Rolls-Royce Pearl-15-Triebwerken von Rolls-Royce Deutschland angetrieben. Dank des Erieye-Radars auf dem Rumpfrücken kann das System nicht nur Lufträume überwachen, sondern auch Seeräume und Bedrohungen in kurzer Zeit identifizieren. Das moderne Führungs- und Leitsystem an Bord ermöglicht den Crews, schnell Entscheidungen zu fällen und zu kommunizieren.
Bob Fischer
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