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Erstflug der MQ-4C Triton in der Multi-Intelligence-Konfiguration

Die HALE-Drohne MQ-4C Triton hat in der Multi Intelligence-Konfiguration ihren Erstflug absolviert. Damit erhält die US Navy künftig ein ungeheuer leistungsfähiges Aufklärungsmittel, das voraussichtlich 2023 seine anfängliche Einsatzbereitschaft erreicht.

31.07.2021

Die erste Riesendrohne MQ-4C Triton in der Version IFC-4 hat am 29. Juli 2021 vom Stützpunkt in Patuxent River ihren Erstflug absolviert. © US Navy/Erik Hildebrandt

Die erste Riesendrohne des Typs MQ-4C Triton der US Navy in der Multi Intelligence Configuration IFC-4 hat am 29. Juli ihren Erstflug von der Naval Air Station (NAS) Patuxent River im US-Bundesstaat Maryland erfolgreich absolviert. Die MQ-4C ist eine HALE-Drohne (High Altitude, Long-Endurance), die von der US Navy für die Aufklärung, Überwachung und Datensammlung (ISR) eingesetzt wird. Northrop Grumman ist der Hersteller der MQ-4C.

Die neueste Version nimmt eine Vielzahl von verschiedenen Sensoren auf und wird als Baustandard IFC-4 (Integrated Functional Capability Four) bezeichnet. Zu den Sensoren der MQ-4C Triton gehört ein für Überwachungsaufgaben über See optimiertes, 360-Grad-Rundumsicht AESA-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung, ein voll bewegliches Video-/Infrarotsystem, das seine Bilder in Echtzeit streamen kann, sowie verschiedene Empfänger für elektronische Signale aller Art.

IOC für Anfang 2023 angestrebt

Northrop Grumman und die US Navy arbeiten derzeit an der anfänglichen Einsatzbereitschaft des Fluggeräts IOC, die Anfang 2023 erreicht werden soll. Danach kann die US Navy ihre derzeit genutzten Aufklärungsflugzeuge des Typs EP-3E Aries außer Dienst stellen.

Momentan fliegen zwei MQ-4C Triton der US Navy über dem Pazifik. Die US-Marine hat die Beschaffung von bis zu 68 Fluggeräten dieses Musters geplant und wird dann ständig fünf MQ-4C Triton über dem Pazifik fliegen lassen.
Doug Shaffer, der Vice President und Programm-Manager für Triton bei Northrop Grumman, sagte: „Die Multi-Sensor-Konfiguration der Triton wird die Art und Weise, wie die U.S. Navy und die Royal Australian Air Force Seepatrouillen- und Aufklärungsmissionen durchführen, völlig revolutionieren. Die Multi Intelligence-Fähigkeiten in Verbindung mit den Langstreckensensoren und der über 24-stündigen Endurance der Triton werden ein noch nie dagewesenes Maß an maritimer Lagedarstellung ermöglichen, das die Entscheidungsfindung auf taktischer und strategischer Ebene in Echtzeit unterstützt.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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