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Katar bestellt zwölf weitere Rafale bei Dassault

Das Emirat Katar hat heute bei Dassault Aviation seine Bestellungen für das Kampfflugzeug Rafale um zwölf Exemplare auf 36 erhöht. Das Land treibt damit eine enorme Expansion seiner Luftstreitkräfte voran.

7.12.2017

Das Emirat Katar hat seine Bestellungen für die Dassault Rafale auf 36 Exemplare erhöht. © Katsushiko Tokunaga

Das mit seinen Nachbarn im diplomatischen Streit liegende Emirat Katar rüstet seine Luftstreitkräfte weiter auf. Nachdem es erst im September eine Kaufabsichtserklärung für 24 Eurofighter Typhoon unterschrieben hat, stockte es heute seine Bestellung für das französische Kampfflugzeug Rafale weiter auf.

Bestellung beim Staatsbesuch

Anlässlich eines Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Katar unterschrieb Scheich Tamim bin Hamad Al Thani für die Streitkräfte Katars einen Vertrag über die künftige Zusammenarbeit beider Länder sowie über die Umwandlung von zwölf Optionen in Festbestellungen für das Kampfflugzeug Dassault Rafale.

Typhoon und F-15QA sind ebenfalls bestellt

Katar betreibt heute ein vergleichsweise kleine Luftwaffe mit nur einem Stützpunkt, der Al Udeid Air Base. Die Luftstreitkräfte des Emirats haben lediglich zwölf Fighter des Musters Mirage 2000-5 in ihrer Flotte. Katar hatte im Mai 2015 einen ersten Kaufvertrag für 24 Dassault Rafale unterschrieben. Zusätzlich zu den Rafale- und Eurofighter-Bestellungen hat die Qatar Emiri Air Force auch noch 36 Luftüberlegenheitsjäger vom Typ Boeing F-15QA in Auftrag gegeben. Wenn alle bestellten Fighter geliefert werden, wächst die Qatar Emirs Air Force in wenigen Jahren von einer Luftwaffe mit zwölf Fightern zu einer Luftmacht mit 96 modernen Kampfflugzeugen heran.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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