Die Streitkräfte des baltischen Staates Lettland erwägen den Kauf des leichten Erdkampfflugzeugs A-29 Super Tucano von Embraer. Dies berichtet die lokale Publikation SARGS.
Mitte Juli nahm der der Kommandeur der lettischen Luftwaffe, Oberst Viesturs Masulis, an der Global Air & Space Chiefs‘ Conference in London teil und traf sich mit Vertretern der Verteidigungsindustrie, um die Möglichkeit des Erwerbs leichter Kampf- und Schulflugzeuge zu besprechen, darunter Vertreter von Embraer.
Derzeit erwägt Lettland zusammen mit mehreren anderen NATO-Ländern die A-29 als eine der Optionen zur Bekämpfung von Drohnen.
Oberst Viesturs Masulis sagte: „Wenn ich den Staffelstab an den nächsten Luftwaffenkommandeur, Oberst Edmunds Svenčs, übergebe, werde ich ihn auf jeden Fall ermutigen, sich auf diese Flugzeuge zu konzentrieren – nicht als konventionelle Flugzeuge, sondern als Luftverteidigungssystem, insbesondere zur Bekämpfung langsam fliegender Ziele und Drohnen.“
Stärkung der Flugabwehr
Die lettische Regierung hat über eine Milliarde Euro zur Stärkung der Luftverteidigung bereitgestellt, und Flugzeuge dieses Typs könnten Teil dieses Systems werden. Sobald konkrete Schätzungen bezüglich Finanzierung und Lieferungen von den Herstellern vorliegen, werde eine detaillierte Analyse durchgeführt und ein weiterer Aktionsplan entwickelt.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen passt Embraer die Fähigkeiten seiner Flugzeuge an, um Anti-Drohnen-Einsätze durchführen zu können. Konkret beinhaltet dies die Integration des Gunslinger-Leitsystems von Valkyrie Aero. Das Gunslinger-System verwendet künstliche Intelligenz-Algorithmen, um taktische Entscheidungen in Echtzeit zu treffen. Die Technologie automatisiert die Prozesse zur Erkennung, Verfolgung und Neutralisierung unbemannter Bedrohungen und ergänzt damit die bestehenden Sensoren des Flugzeugs.
Bob Fischer
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