Die Bundeswehr hat im Rahmen einer Amtshilfe beim großen Waldbrand in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen die Feuerwehren und Polizei-Hubschrauber beim Löschen unterstützt. Der Brand war am 13. August ausgebrochen und hatte sich aufgrund der Trockenheit und der aufkommenden Winde schnell ausgebreitet. Die Bekämpfung des Feuers wurde auch durch die teilweise große Munitionsbelastung des Geländes erschwert, denn in dieser Region hatten Ende 1944 schwere Kämpfe zwischen der U.S. Army und der Wehrmacht getobt.
Die zuständige Bezirksregierung hatte schnell Großalarm ausgerufen und die Hilfe von benachbarten Feuerwehren angefordert. Das Feuer geriet zeitweilig außer Kontrolle, so dass neben Hubschraubern der Polizei Nordrhein-Westfalens auch EC155 der Bundespolizei mit Bambi Bucket-Löschmittelbehältern zum Einsatz kamen.
Polizei- und Bundeswehr-Hubschrauber im Einsatz
Der Waldbrand näherte sich bis auf 200 Meter dem Ortsteil Gey, so dass Einwohner evakuiert werden mussten. Die Einsatzkräfte forderten die Hilfe der Bundeswehr an, die mit zwei NH90-Hubschraubern des Transporthubschrauberregiments 10 aus Faßberg in Niedersachsen sowie zwei CH-53 des Hubschraubergeschwaders 64 der Luftwaffe die Löschbemühungen unterstützte. Die großen Hubschrauber nahmen Wasser aus der nahe gelegenen Wehebachtalsperre auf und warfen es über den zugewiesenen Bränden ab.
Nach Angaben der Bundeswehr flogen die Hubschrauber 150 Umläufe und brachten 457.000 Liter Wasser zu den Bränden. Am Abend des 15. August war das Feuer unter Kontrolle, so dass die Hilfe der Bundeswehr-Helikopter nicht mehr benötigt wurde und sie ihren Einsatz beenden konnten.
Volker K. Thomalla
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