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Piloten der RNLAF werden künftig auch in Italien ausgebildet

Die Royal Netherlands Air Force (RNLAF) reformiert die Ausbildung ihrer Piloten und lässt sie künftig auch in Italien trainieren. Eine entsprechende Vereinbarung wurde kürzlich unterzeichnet. Ein Sprecher der RNLAF gab Aerobuzz ein Interview.

19.06.2024

Mit der M-346 von Leonardo steht der IFTS ein modernes Trainingsflugzeug für die Fortgeschrittenen-Ausbildung zur Verfügung. © Leonardo Aircraft

Aerobuzz: Was können Sie sagen über die Unterzeichnung der Vereinbarung im Mai 2024 von General André Steur von der RNLAF und General Luca Goretti von der Aeronautica Militare Italiana (AMI) über die Pilotenausbildung in Italien?

RNLAF-Sprecher: Der Grund war, dass wir im Zusammenhang mit dem veränderten Weltbild die Pilotenausbildung ausbauen wollten. Das wollen nicht nur wir, sondern fast alle Partner, mit denen wir in der Pilotenausbildung zusammenarbeiten.

Dieser Ausbildungsabschnitt war in den USA in Sheppard zumindest kurzfristig nicht mehr möglich, während wir jetzt das Bedürfnis verspüren, zu wachsen. Darüber hinaus geschieht die Ausbildung in den USA auf einer alten Flotte, insbesondere die T-38 passt nicht mehr zu einer modernen Pilotenausbildung. Der Ersatz für die T-38 auf der Sheppard AIr Force Base lässt noch auf sich warten. Deshalb wurde eine Zusammenarbeit auf der Grundlage eines Versuchs mit einem europäischen Partner angestrebt. Bevorzugt wurde der Italienische Kurs.

Aerobuzz: Wird dies (nach dem Test) bei der IFTS in Lecce und Decimomannu stattfinden?

RNLAF-Sprecher: An beiden Orten. Nach der Grundausbildung in Woensdrecht (Phase I), – heutzutage noch mit der PC-7 –, beginnen die Studenten in Lecce (Galatina Air Base) mit den Phasen II und III. Anschließend geht es weiter nach Decimomannu für die Phase IV.

Aerobuzz: Wird es parallel noch das US-Training in Sheppard geben?

RNLAF-Sprecher: Ja, Sheppard wird bleiben. Italien wird neben Sheppard existieren. Darüber hinaus behalten wir alle Initiativen im Bereich der Flugausbildung im Auge. Davon gibt es derzeit viele, weil viele unserer Partner das Gleiche wollen wie wir. Sollte in Zukunft eine bessere Alternative verfügbar sein, werden wir diese auf jeden Fall untersuchen.

Aerobuzz: Bis jetzt ist noch kein Nachfolger der PC-7 benannt.

Die Fragen stellte Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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