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RAF-Flugzeug landet 35 Jahre nach dem Falkland-Krieg in Argentinien

Über 35 Jahre nach dem Falkland-Krieg ist erstmalig wieder ein britisches Militärflugzeug in Argentinien gelandet. Der Airbus A330 Voyager flog drei Tonnen Ausrüstung für die  Unterstützung der Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot ARA San Juan nach Argentinien.

25.11.2017

Ein Airbus A330 Voyager der britischen Royal Air Force (RAF) brachte Ausrüstung zur Hilfe bei der Suche nach einem vermissten U-Boot der Armanda Argentina nach Argentinien. © AirTanker

Am 21. November landete ein kombiniertes Tank- und Transportflugzeug der britischen Royal Air Force (RAF) auf dem Flugplatz Comodoro Rivadavia in Argentinien. Die A330 Voyager mit dem Kennzeichen ZZ333 war damit das erste Flugzeug der RAF nach Beendigung des Falkland-Kriegs vor 35 Jahren, das in dem Land des ehemaligen Kriegsgegners aufsetzte.

Die Voyager brachte drei Tonnen Spezialausrüstung und ihre Bediener für die Suche nach dem vermissten argentinischen U-Boot ARA San Juan nach Comodoro Rivadavia. Die Besatzung wurde vom Chef der argentinischen Marine empfangen. Der argentinische Außenminister Jorge Faurie kommentierte die Landung mit den Worten: „Egal, woher die Unterstützung kommt, wir nehmen sie an. Es ist im Interesse der Argentinier und unserer 44 Landsleute.“

Nonstop von England nach Argentinien

Die A330 Voyager war von der RAF-Basis in Brize Norton in der Grafschaft Oxfordshire gestartet und hat den 12.500 Kilometer langen Flug in 15 Stunden in 54 Minuten Flugzeit zurückgelegt. Auf dem Rückflug legte sie einen Zwischenstopp in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, ein.

Das U-Boot mit 44 Soldaten an Bord wird seit dem 15. November vermisst. Seitdem ist eine groß angelegte internationale Suchaktion angelaufen, an der Schiffe und Flugzeuge aus mehreren Ländern teilnehmen. Die RAF unterstützt die Suche auch mit einer C-130 Hercules, die allerdings nicht in Argentinien landet.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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