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Bombardier hat den 200. Challenger 3500 übergeben

Bombardier hat einen weiteren Produktionsmeilenstein im Challenger-3500-Programm erreicht. Das Jubiläumsflugzeug ging an einen besonderen Kunden, der nicht nur im Motorsport sehr bekannt ist.

28.07.2026

Der Challenger 3500 ist die neueste Version der erfolgreichen Bombardier Challenger 300-/350-Jet-Familie. © Bombardier

Der kanadische Business-Jet-Hersteller Bombardier hatte im Frühjahr 2021 bekanntgegeben, dass er mit dem Challenger 3500 eine modernisierte Version der erfolgreichen Super Midsize-Jet-Familie Challenger 300-/350 gelauncht hat. Im September 2022 ging der erste Challenger 3500 in den Flugbetrieb. Seitdem hat der Hersteller 199 weitere Exemplare dieses Musters an Kunden übergeben. Nach Angaben von Bombardier war der Challenger 3500 der Super-Midsize Jet, der bislang weltweit am schnellsten die Marke von 100 ausgelieferten Exemplaren erreicht hat.

Der 200. Challenger 3500 wurde jetzt an den italienischen Industriellen Piero Ferrari übergeben, der Vize-Vorsitzenden von Ferrari. Seit Ende der 1990er Jahre war Ferrari Miteigentümer des italienischen Flugzeugherstellers Piaggio Aero Industries und bekleidete dort auch leitende Funktionen. 2013 veräußerte er seine Anteile an dem Unternehmen. Mit dem neuen Business Jet will Ferrari zu Formel-1-Rennen reisen, ihn aber auch für andere geschäftliche Termine nutzen.

In weniger als fünf Jahren 200 Auslieferungen

David Murray, der Executive Vice President, Manufacturing, IT und Bombardier Operational Excellence System, sagte: „Die Auslieferung des 200. Challenger-3500-Jets ist ein entscheidender Meilenstein für Bombardier und ein eindrucksvoller Beleg für den bemerkenswerten Erfolg dieses Flugzeugs im Super-Midsize-Segment. Wir sind besonders stolz darauf, diesen Meilenstein gemeinsam mit Piero Ferrari zu begehen, und danken ihm für das Vertrauen, das er in Bombardier setzt. Dieser Erfolg zeugt vom außergewöhnlichen Engagement unserer Mitarbeiter, dem anhaltenden Vertrauen unserer Kunden in Bombardier sowie der Leistungsstärke eines Flugzeugs, das mit herausragender Performance, beeindruckender Effizienz und einem erstklassigen Kabinenerlebnis überzeugt. Der Challenger-3500 hat sich rasch als Spitzenreiter seiner Klasse etabliert, und wir freuen uns darauf, auf dieser Erfolgsdynamik aufzubauen.“

Zu den Modifikationen, die aus dem Challenger 350 einen Challenger 3500 gemacht haben, gehört unter anderem die Integration eines Autothrottle-Systems, welches die Arbeitsbelastung der Cokcpitcrew reduziert. Außerdem steht den Crews beim Challenger 3500 auch eine Eco App zur Verfügung, die der Crew bei der Optimierung der Routenführung in Bezug auf Treibstoffeinsparung unterstützt.

Die Kabine des Super-Midsize Jets Bombardier Challenger 3500 bietet auch ausreichend Platz für ein Sofa. © Bombardier

Die Passagiere des Challenger 3500 standen bei der Modernisierung besonders im Fokus der Konstrukteure. Sie können nun einen höheren Kabinendruck genießen, der Flüge in dem Muster komfortabler macht. Bei Flügen auf Reiseflughöhe (41.000 Fuß/12.497 Meter) entspricht der Kabinendruck einem Außendruck wie er in 4.850 Fuß Höhe (1.478 Meter) entspricht. Damit liegt er 2.000 Fuß niedriger als noch im Challenger 350.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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