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Otto Aerospace hat das Design der Phantom 3500 festgelegt

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Entwurfsüberprüfung beginnen die Ingenieure bei Otto Aerospace nun mit der Detailkonstruktion des unkonvetionellen Business Jets.

19.05.2026

Die Phantom 3500 wird von zwei Wiliams FJ44-4 QPM-Turbofans angetrieben. © Otto Aerospace

Der US-Flugzeughersteller Otto Aerospace aus Fort Worth im US-Bundesstaat Texas hat eine Entwurfsüberprüfung (Preliminary Design Review, PDR) seines zweistrahligen Geschäftsreisejets Phantom 3500 erfolgreich abgeschlossen und damit einen wichtigen Programm-Meilenstein erreicht. Die Überprüfung fand in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida statt, wo Otto Aerospace künftig seine Produktion ansiedeln wird.

Durch den erfolgreichen Abschluss des PDR können die Konstrukteure und Ingenieure des Unternehmens nun mit der Detailkonstruktion und der Produktionsplanung beginnen. Dank des PDR ist nun die aerodynamische Auslegung des Flugzeugmusters eingefroren, und die wichtigsten Schnittstellen sind definiert.

Das Programm geht in die nächste Phase

Scott Drennan, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Otto Aerospace, sagte: „Dies ist ein wichtiger Schritt für unser Team. Ingenieure empfinden das PDR oft als Prüfung; ich hingegen betrachte es als eine Würdigung ihrer großartigen Arbeit. Und ja: Sie haben diese Prüfung mit Bravour bestanden. Die Phantom 3500 hat die Schwelle überschritten – vom vielversprechenden Konzept hin zu einem Flugzeug, dessen Bau und Flugerprobung wir nun vorbereiten. Dies zeigt sich im digitalen Modell, in der bereits gefertigten Hardware sowie im Reifegrad des gesamten Programms. Die vor uns liegende Aufgabe besteht nun in der Umsetzung. Wir konzentrieren uns darauf, dieses Flugzeug termingerecht zu bauen und dabei unter Beweis zu stellen, dass unser Flugzeug mit Laminarströmung exakt jene Leistung erbringt, die wir in Aussicht gestellt haben.“

Die Phantom 3500 wird keine Kabinenfenster aufweisen. Stattdessen gewähren hochauflösende Displays an den Kabinenwänden – und an der Kabinendecke – einen Blick nach außen. © Otto Aerospace

Die für maximal neun Passagiere ausgelegte Phantom 3500 ist in vielerlei Hinsicht ein unkonventionelles Flugzeug, dass dank seiner optimierten aerodynamischen Auslegung besonders wenig Treibstoff – bis zu 50 Prozent weniger als heutige Business Jets dieser Klasse – verbrauchen soll. So wird es nicht nur von außen unkonventionell aussehen, es wird auch in Bezug auf die Kabine disruptiv sein, denn die Phantom 3500 wird keine Kabinenfenster bekommen! Trotzdem können die Passagiere  den Blick nach außen genießen. Otto Aerospace wird die seitlichen Kabinenwände und die Kabinendecke mit ultrahochauflösenden SuperNatural-Displays bestücken, die sich über die gesamte Länge der Kabine ziehen und die Bilder der Außenkameras zeigen.

Otto Aerospace hatte im Herbst des vergangenen Jahres einen Großauftrag für seinen Business Jet vom Fractional-Ownership-Anbieter Flexjet erhalten, der nicht weniger als 300 Phantom 3500 fest bestellt und eine nicht näher genannte Zahl von Optionen gezeichnet hatte. Der Hersteller strebt den Erstflug der Phantom 3500 für Ende des Jahres 2027 an und hat mit Flexjet den Beginn der Auslieferung für das Jahr 2030 vereinbart.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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