Homepage » Militär - news » Jet-Trainer-Start-up Aeralis ist insolvent

Jet-Trainer-Start-up Aeralis ist insolvent

Aeralis wollte mit seinem modular aufgebauten Jet-Trainer den Streitkräften ein flexibel zu konfigurierendes Flugzeugmuster anbieten. Nun ist dem Unternehmen das Geld ausgegangen, und es musste Insolvenz anmelden. Ob der Aeralis-Jet jemals abheben wird, ist fraglich.

18.05.2026

Aeralis arbeitet an der Entwicklung eines modular aufgbauten, flexibel zu konfigurierenden Jet-Trainers. © Aeralis

Das 2015 gegründete Unternehmen Aeralis wollte mit einem neuen Jet-Trainer die BAE Hawk bei der Royal Air Force und bei Exportkunden ablösen. Der Aeralis-Jet soll modular aufgebaut sein und so den Kunden eine größtmögliche Einsatzflexibilität bieten. Die Nutzer sollen an einen Basisrumpf andere Tragflächen, einen anderen Missionscomputer und sogar zwei statt eines Triebwerks in kurzer Zeit installieren können. Auch soll, um die Reichweite zu erhöhen, bei Bedarf das hintere Cockpit Platz für einen Zusatztank bieten.

Aeralis hatte sein Muster auch als günstig zu betreibenden Nachfolger für die BAE Hawk bei der RAF-Kunstflugstaffel Red Arrows ins Gespräch gebracht. Der Hersteller hatte bislang geplant, das Flugzeug am Prestwick International Airport in Schottland zu bauen. Allerdings lag das Projekt deutlich hinter seinem Zeitplan. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Prototyp des Aeralis-Jet-Trainers schon 2021 fliegen würde.

Schwierigkeiten bei der Findung neuer Finanzierungsquellen

Nun gibt es weitere Verzögerungen, vielleicht wird der Aeralis-Jet auch nie abheben, denn das Unternehmen hat jetzt Insolvenz angemeldet und zwei Insolvenzverwalter bestellen müssen. Nach Angaben von Aeralis habe es eine Periode finanziellen Drucks auf das Unternehmen gegeben aufgrund der Verzögerungen beim UK Defence Investment Plan. Die allgemeine geopolitische Situation hätte zudem negativen Einfluss auf die Gewinnung von neuen Finanzierungsquellen gehabt.

Robin Southwell, der Vorsitzende von Aeralis, sagte: „Der Vorstand hat diese Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung der Position des Unternehmens sowie der Finanzierungsherausforderungen getroffen, mit denen es in den vergangenen Monaten konfrontiert war. Wir werden die gemeinsamen Insolvenzverwalter weiterhin unterstützen, während diese tragfähige und nachhaltige Optionen für die Zukunft des Unternehmens prüfen und Gespräche mit interessierten Parteien führen.“

Volker K. Thomalla

 

Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Folgen Sie uns auf Bluesky

Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Die U.S. Navy hat die Beschaffung für einen neuen Jet-Trainer eingeläutet

Vietnam kauft den Jet-Trainer L-39NG Albatros

Newcomer Stavatti Aerospace will Auftrag für Jet-Trainer der U.S. Navy

Sierra Nevada Corp. bringt sich mit dem Jet-Trainer Freedom in Stellung

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.