Homepage » General Aviation - news » Midair-Kollision einer B-17 und einer P-63 bei Airshow in Texas

Midair-Kollision einer B-17 und einer P-63 bei Airshow in Texas

Bei einem Zusammenstoß von zwei Warbirds in der Luft während der Wings over Dallas Air Show sind alle Insassen beider Flugzeuge ums Leben gekommen. Die Flugzeuge sind unwiederbringlich zerstört.

13.11.2022

© VKT Words and Wings 2018

Am Samstag, den 12. November 2022, gegen 13.20 Uhr Ortszeit sind bei der Wings over Dallas Air Show über dem Dallas Redbird-Airport (Dallas Executive Airport) zwei Warbirds, eine Bell P-63 Kingcobra und die Boeing B-17G Flying Fortress „Texas Raiders“, zusammengestoßen. Durch den Zusammenstoß kamen insgesamt sechs Menschen ums Leben, fünf saßen in der B-17, einer in der P-63.

Filmaufnahmen der Midair-Kollision zeigen, dass die P-63 Kingcobra sich mit hoher Geschwindigkeit im Sinkflug der B-17 von hinten links nähert und diese in Höhe der Tragflächen trifft. Dabei wird das komplette Heck der Flying Fortress abgetrennt und beide ineinander verkeilten Warbird fallen aus niedriger Höhe zu Boden. Beim Aufprall gehen die Flugzeuge in Flammen auf.

Die Rettungskräfte waren innerhalb kürzester Zeit am Unfallort, konnten aber niemanden mehr retten. Zunächst war unklar, wie viele Personen sich an Bord der beiden Warbird befunden hatten. Die FAA und der Airshow-Veranstalter, die Commermorative Air Force (CAF), stoppten die Airshow sofort nach dem Unfall. Die Unfall-Untersuchungsbehörde NTSB nahm im Laufe des Tages ihre Arbeit zur Feststellung der Unfallursache auf.

Die Insassen hatten keine Chance

Bei der B-17G mit dem Kennzeichen N7227C handelt es sich um das erste Flugzeug der Commemorative Air Force und das am längsten ununterbrochen fliegende Exemplar dieses Typs. Die Bell P-63 Kingcobra wurde 1943 gebaut und flog nur 24 Stunden im Dienst der US Army Air Force. Sie wurde 1946 ausgemustert und hatte danach viele unterschiedliche Besitzer. Unter anderem wurde sie in den fünfziger und sechziger Jahren als Rennflugzeug bei verschiedenen Air Races eingesetzt. 1991 kam sie zur Commemorative Air Force (die damals noch Confederate Air Force hieß). Halter und Betreiber beider Flugzeuge war laut FAA-Register das American Airpower Heritage Flying Museum.

Bob Fischer

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen? Weitere Berichte zur Flugsicherheit:

Midair-Kollision einer SR22 und eines Metroliners

Midair-Kollision von zwei Super Cub in den Niederlanden

Midair-Kollision in den Alpen: Sieben Tote

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.