Homepage » General Aviation » Royal Flying Doctors erhalten mobilen PC-12 NG-Simulator

Der Royal Flying Doctor Service (RFDS) hilft Patienten in ganz Australien, indem er Ärzte auf dem Luftweg zu Patienten in abgelegenen Regionen befördert oder Patienten in Krankenhäuser fliegt. Für das Training der PC-12-Crews hat die Organisation nun einen mobilen Simulator bei FlightSaftey in Auftrag gegeben.

29.12.2020

Zur Flotte der Royal Flying Doctors gehören derzeit 34 Turboprop-Einmots Pilatus PC-12. © Royal Flying Doctor Service

Der Bezirk Central Operations der australischen Luftrettungsorganisation Royal Flying Doctor Service (RFDS) hat bei FlightSafety International in den USA einen mobilen MissionFit-Simulator bestellt, um mit ihm Piloten auf der einmotorigen Turboprop Pilatus PC-12 NG zu schulen. Das Verfahrensübungsgerät soll zwar vornehmlich in Adelaide zum Einsatz kommen, kann aber bei Bedarf auch an anderen Stützpunkten des RFDS genutzt werden. Der MissionFit-Simulator ist unter anderem mit einem Synthetic Vision System, einem Wetterradar und einem Warnsystem bei Annäherung an das Terrain sowie einem Kollisionswarnsystem ausgerüstet. Das Gerät kommt beim RFDS in verschiedenen Ausbildungsphasen zum Einsatz. Dazu gehören die Mustereinweisung, das Vertrautmachen mit dem Cockpit und seinen Systemen, Crew Coordination Training und Flugausbildung.

Der MissionFit-Simulator von FlightSafety ist mobil und kann mit einem Tablet oder Smartphone gesteuert werden. © FlightSafety

MissionFit ist flexibel ausrüstbar. Bei Bedarf kann es mit funktionierenden Gashebeln, Klappenhebeln, Tastaturen, einem Sichtsystem und anderem Zubehör ergänzt werden. Der Fluglehrer kann das Gerät über ein Tablet oder ein Smartphone steuern. MissionFit ist nicht typenspezifisch bestückt und kann verschiedene Flugzeugtypen simulieren – auch wenn der RFDS es ausschließlich für das PC-12 NG-Training nutzen will.

Die Flotte des RFDS umfasst 77 Flugzeuge

Der RFDS verfügt momentan über eine Flotte von 77 Flächenflugzeugen der Typen: Pilatus PC-12 (34 Exemplare), Pilatus PC-24 (3 Exemplare), Beechcraft King Air B350 (10 Exemplare) und Beechcraft King Air B200C (30 Exemplare). Die Flugzeuge sind auf 23 Stützpunkte in ganz Australien stationiert. Pro Jahr helfen die fliegenden Ärzte rund 300.000 Patienten in „Down Under“, indem sie sie vor Ort betreuen oder auf dem Luftweg in ein Krankenhaus transportieren, wo ihnen geholfen werden kann.

Volker K. Thomalla

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Der RFDS rüstet seine PC-12 mit neuen Fünfblatt-Propellern aus

Erste PC-24 für Royal Flying Doctors

Royal Flying Doctor Service bestellt zwei King Air 350i

 

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

2 Kommentare

  • Beni

    ohje, da schreibt einer über die Anzahl der verschiedenen Modelle und hat nicht mitbekommen, dass im Juli 2020 der 4. Medi-Jet 24 seinen Dienst in Südaustralien aufnahm.

    • Volker K. Thomalla

      Vielen Dank für den Hinweis! Die Angaben über die Flottengröße und -zusammensetzung stammen vom Royal Flying Doctor Service selbst. Können Sie mir bitte eine Quelle für Ihre Angaben nennen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.