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TVA inspiziert Überlandleitungen mit einer Tecnam P2012 SMP

Überlandleitungen müssen regelmäßig inspiziert werden, um sich anbahnende Defekte auszuschließen. Seit 2025 setzt der Stromversorger TVA dafür eine speziell ausgerüstete Tecnam P2012 SMP ein.

26.10.2026

Die Kontrolle der Stromleitungen aus dem Flugzeug ist erheblich schneller als die bislang eingesetzten bodengebundenen Kontrollen. © Megan Plotka

Der Energieversorger Tennessee Valley Authority (TVA) stellt den Strom für rund zehn Millionen Menschen in sieben US-Bundesstaaten im Südosten der Vereinigten Staaten zur Verfügung. Dazu betreibt er ein Netz an Überlandleitungen, welches über 16.000 Meilen (25.740 Kilometer) misst. Um diese Stromleitungen zu kontrollieren, setzt TVA eine speziell ausgerüstete Zweimot des Typs Tecnam P2012 SMP ein.

Die Tecnam P2012 SMP der Tennessee Valley Authority kontrollieren regelmäßig fast 26.000 Kilometer Stromleitungen in sieben US-Bundesstaaten. © Megan Plotka

Neben vier Kameras ist in der P2012 SMP auch ein LiDAR-System (Light Detection and Ranging) installiert. Nach Angaben der TVA überwacht das so ausgerüstete Flugzeug pro Sekunde über 12.000 Quadratmeter und fotografiert die Leitungen zur Dokumentation.

Der LiDAR-Sensor sowie vier Kameras an Bord der Tecnam P2012 erlauben eine schnelle Erfassung des Zustands der Stromleitungen. © Megan Plotka

Wenn der Sensorbediener an Bord Störungen erkennt oder sich anbahnende Störungen der Leitungen zum Beispiel durch in die Leitungen wachsende Bäumen erkennt, schickt er einen Entstörungstrupp zu den Koordinaten, der die potenziellen Gefahren beseitigt.

Die P2012 SMP ergänzt die Hubschrauber

Vor dem Einsatz der P2012 SMP hatte die TVA ausschließlich Hubschrauber und bodengebundene Mittel eingesetzt, die aber teurer im Betrieb waren und deutlich weniger Strecke pro Stunde schafften als das Flächenflugzeug.Während die Tecnam P2012 SMP pro Tag etwa 450 Meilen (724 Kilometer) Leitungen inspizieren kann, waren es bei einer Bodencrew gerade einmal acht Kilometer.

Phil Kanagy, der Aviation Manager bei der TVA, der früher selbst die Inspektionsflüge mit Hubschraubern absolvierte, erklärte: Zwar seien Hubschrauber nach wie vor äußerst nützlich, um an schwer zugängliche Orte zu gelangen, doch ihre Betriebskosten lägen um 75 Prozent höher als die eines Flugzeugs. „Wir können die Daten nun deutlich schneller und kostengünstiger erfassen als zuvor – und das in einer größeren Flughöhe, als es mit Hubschraubern möglich war.“ Zudem macht die größere Flughöhe die Einsätze für seine Besatzungen wesentlich sicherer.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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