Die Tiefdecker-Familie von Promecc begann mit dem Basis-UL Sparviero, dem die schnelle Freccia mit festem Fahrwerk und die noch schnellere Freccia RG mit Einziehfahrwerk folgten. Vor drei Jahren präsentierte Promecc als kleinen Abstecher die Schulterdecker-Variante Pegaso. Nun soll Tiefdeckerreihe mit dem Racer Terrone getoppt werden.
Man sieht der Terrone an, dass sie schnell fliegen will. Sie kann dank eines ausgeklügelten Klappensystems auch langsam fliegen. © Marino Boric
Auf dem Messestand steht die Neue neben ihren beiden Schwestern Freccia und Freccia RG. Die Terrone hat Ähnlichkeit mit der Freccia und verwendet auch einige ihrer Komponenten wie beispielsweise das Fahrwerk. Aber sie hebt sich mit einer sehr schmalen Frontfläche und extrem niedrigen Kabinenabdeckung von ihr ab. Neidisch werden ihre Schwestern auch auf die durchgestylte Kabine der Terrone sein. Statt Zentralknüppel findet sich bei der Neuen zwei Sidesticks.
Ausgefeilte Aerodynamik ist das Markenzeichen der Terrone
Die superschlanken Linien der Terrone verraten eine sehr ausgefeilte Aerodynamik, die in Computersimulationen entwickelt wurde. Das Flugzeug wurde aufwendig aerodynamisch optimiert und besitzt völlig neue Flügel mit einer Kombination von mindestens drei verschiedenen Aeroprofilen. Beide Flügel sind in einem Stück hergestellt, was eine herausragende Robustheit der Konstruktion garantieren soll. Sie fallen durch unterschiedliche Profiltiefen und ein fast stufenförmiges Design auf, das sich zur Spitze hin deutlich verjüngt.
Die Promecc Terrone wird per Sidestick und nicht mehr per Zentralknüppel gesteuert. © Marino Boric
Trotz hoher Maximalgeschwindigkeiten soll die minimale STOL-Geschwindigkeit ohne Klappen – berechnet sind 83 km/h, mit voll ausgefahrenen Landeklappen 65 km/h – betragen. Auch bei den Landeklappen hat Mauro tief in die Trickkiste gegriffen und bietet eine aufwendige, wirkungsstarke Lösung mit zweiteiligen Schlitzklappen an. Diese sind so konstruiert, dass der Flieger bei ausgefahrenen Klappen die Nase deutlich senkt und der Landepunkt durch die niedrige Haube zu sehen ist.
Das ganz aus Komposit gefertigte Flugzeug wiegt leer 295 Kilogramm und wird laut vorläufigen Berechnungen eine Reisegeschwindigkeit (Vc) von 360 Stundenkilometern erreichen. Die maximale Reisegeschwindigkeit soll je nach Antrieb 370 oder 390 km/h betragen. Unter der Haube werden nur Rotax 915iS oder 916iS verbaut. Die Terrone ist keine Desgin-Studie, sondern wird, wie auf der AERO gezeigt, in wenigen Wochen in die Flugerprobung gehen. Der Preis wurde noch nicht definiert, überschreitet aber wohl 250.000 Euro.
Marino Boric
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