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Alle sieben LUH SAR sind nun an das Heer ausgeliefert

Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren nach Auftragseingang hat Airbus Helicopters alle sieben bestellten SAR-Hubschrauber an die Bundeswehr geliefert. Die SAR LUH auf Basis der H145 lösen die Bell UH-1D ab, die seit den siebziger Jahren den Such- und Rettungsdienst sichergestellt hat.

19.03.2021

Im März 2021 hat die Bundeswehr den siebten SAR-Hubschrauber H145 in Donauwörth übernommen. © Bundeswehr/BAAINBw

Heute hat das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) den siebten und letzten H145-Hubschrauber LUH SAR an das Heer übergeben. Damit ist der Auftrag der Bundeswehr vom Dezember 2018 vom Hersteller Airbus Helicopters abgearbeitet. Nur ein Jahr nach der Auftragserteilung hatte Airbus Helicopters in Donauwörth bereits das erste Exemplar an das BAAINBw übergeben.

Wolfgang Schoder, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters Deutschland, sagte: „Wir freuen uns, dass wir diesen Auftrag von Anfang bis Ende im Zeit- und Kostenrahmen abgewickelt haben und die Indienststellung planmäßig voranschreitet. Die Rückmeldungen, die wir von unserem Kunden erhalten, sind sehr positiv. Wegen ihrer Flexibilität und der sehr hohen Einsatzverfügbarkeit haben sich die Hubschrauber der H145-Familie bei der Bundeswehr bewährt. Wir sehen für das zuverlässige Muster noch wesentlich mehr Möglichkeiten für eine breite Palette von Aufgaben in allen Teilstreitkräften.“

Die LUH SAR der Bundeswehr sind mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, um verunglückte Luftfahrzeuge schnell finden zu können. © Airbus Helicopters/Christian Keller

Die H145 löst im Laufe der nächsten Monate die Bell UH-1D als Helikopter für den Such- und Rettungsdienst (SAR) ab. Sie hat diese Aufgabe seit den siebziger Jahren erfüllt. Die SAR-Hubschrauber sind in Holzdorf in Brandenburg, in Nörvenich in Nordrhein-Westfalen und in Niederstetten in Baden-Württemberg stationiert und sind der SAR-Leitstelle in Münster unterstellt. Zwischen der Alarmierung und dem Start des Hubschraubers ist eine Zeitspanne von 15 Minuten bei Tag und 60 Minuten bei Nacht vorgesehen.

SAR-Dienst ist von der ICAO vorgeschrieben

Alle Länder, die mit der Unterzeichnung des Chicagoer Abkommens der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO beigetreten sind, haben sich damit zur Bereitstellung eines SAR-Dienstes für Flugunfälle verpflichtet. In Deutschland hat die Bundeswehr diese Aufgabe übernommen. Der Kernauftrag des SAR-Dienstes besteht in der Suche und der Rettung von vermissten beziehungsweise abgestürzten zivilen und militärischen Luftfahrzeugen. Im Gegensatz zur zivilen Luftrettung führen die Rettungsflieger der Bundeswehr ihren Auftrag auch unter widrigen Wetterbedingungen durch. Dies schließt auch Einsätze nach Sonnenuntergang unter Nutzung von Nachtsichtgeräten für die Piloten ein.

Der LUH SAR haben für die Aufgaben eine Spezialausrüstung erhalten.So verfügen sie über Infrarot- und Wärmebildsensoren, eine Peilanlage zur Ortung von Notsignalen, eine Rettungswinde, einen Hochleistungssuchscheinwerfer, ein System zur Ortung von Mobiltelefonen (Lifeseeker) sowie eine vollwertige medizinische Ausrüstung.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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