Die Royal Canadian Air Force (RCAF) geht für sie völlig neue Wege bei der Ausbildung ihres künftigen Cockpit-Nachwuchses. Statt die Kandidatinnen und Kandidaten selbst auszubilden, hat die RCAF die Ausbildung der künftigen Militärpiloten an das Konsortium SkyAlyne delegiert, an dem CAE und KF Aerospace beteiligt sind. Ab 2029 zeichnet SkyAlyne für die Ausbildung des kanadischen Cockpit-Nachwuchses verantwortlich.
CT-157 Siskin II
Im Rahmen der Abnahmetests flogen die kanadischen Prüfer auch das einmotorige Turboprop-Flugzeug, um das einwandfreie Funktionieren aller Systeme zu prüfen. © SkyAlyne
Dafür hat das Konsortium eine komplette Flotte von Trainingsflugzeugen und Ausbildungsgeräten in Auftrag gegeben, darunter auch 19 PC-21 des Schweizer Herstellers Pilatus Aircraft aus Stans.
Jetzt hat eine kanadische Delegation in Stans das erste Exemplar des neuen Turboprop-Trainers offiziell übernommen. Zuvor hatte die Delegation den vertragsgemäßen Zustand des Flugzeugs und das einwandfreie Funktionieren aller Systeme eingehend überprüft. Der PC-21 hat den so genannten Factory Acceptance Test bestanden. Bei der Royal Canadian Air Force wird das Muster unter dem Namen CT-157 Siskin II seinen Dienst antreten. Das Muster wird nach dem ersten Fighter der RCAF, der Armstrong Whitworth Siskin benannt, die zwischen 1926 und 1929 im Dienst stand.
Überführung nach Kanada im Laufe des Jahres
Der erste PC-21 für SkyAlyne trug während der Abnahme noch das Schweizer Kennzeichen HB-HXA und wird künftig die Kennung „201“ tragen. Das Flugzeug wird noch einige Monate in der Schweiz bleiben und vor Ende dieses Jahres zusammen mit drei weiteren CT-157 Siskin II nach Kanada überführt.
Bei der Übergabezeremonie hoben die Vertreter von SkyAlyne den großen Anteil an kanadischen Komponenten in jedem PC-21 hervor. So kommt beispielsweise das PT6A-68B-Turboprop-Triebwerk des Flugzeugs von Pratt & Whitney Canada, und wichtige Elemente der Avionik sind ebenfalls „Made in Canada“.
In Kanada wird die CT-157 Siskin II im Rahmen des FAcT-Programms als Schulflugzeug sowohl für den Kurs „Advanced Flying Training – Fixed Wing“ (AFT-FW) als auch für den Kurs „Advanced Flying Training – Jet“ (AFT-Jet) dienen. Das Trainingsflugzeug erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 370 Knoten (685 km/h und ist in der Lage, g-Kräften im Bereich von +8 g bis –4 g standzuhalten.
Bob Fischer
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