Das Bundesheer Österreichs verfügt bereits über eine ansehnliche Flotte von mittelschweren Hubschraubern der UH-60 Black Hawk-Familie des US-Herstellers Sikorsky, einer Tochter des Technologiekonzerns Lockheed Martin. Diese Flotte soll nun erweitert werden. Am 17. Juni 2026 gab das US-Außenministerium bekannt, dass es den weiteren Verkauf von zwölf UH-60M an Österreich genehmigt habe. Die Genehmigung umfasst neben den Hubschraubern auch die zugehörige Ausrüstung, wie beispielsweise die Vorrichtungen für Aufnahme von Löschmittelbehältern des Typs Bambi Bucket sowie Vorrichtungen für die Installation eines Skifahrwerks, Schulungen und Unterstützung im Wert von schätzungsweise 1,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 1,275 Milliarden Euro.
„Der geplante Verkauf wird Österreichs Fähigkeit zur Abschreckung gegenwärtiger und zukünftiger Bedrohungen verbessern und Koalitionseinsätze sowie das Ziel der USA und Österreichs nach größerer militärischer Interoperabilität unterstützen“, so das US-Außenministerium.
FMS-Vertrag mit der US-Regierung
Die österreichischen Streitkräfte verfügen derzeit über neun Sikorsky S-70A (auf den Standard UH-60L aufgerüstete) Black Hawk, 22 Agusta Bell AB212 und zehn Bell OH-58 Kiowa-Hubschrauber. Im Rahmen des Aufbauplans Österreichisches Bundesheer 2032+ wird die Truppe auf 36 Leonardo AW169M und 24 UH-60M (mit der Option auf weitere 12) Hubschrauber umgerüstet. Dadurch entsteht eine konsolidierte Flotte aus zwei Hubschraubertypen, vor allem zur Vereinfachung der Unterstützung (der erste UH-60M-Vertrag wurde im Juli 2024 unterzeichnet). Mit der jetzigen Genehmigung des Ministeriums können nun die Verhandlungen in die entscheidende Phase gehen. Österreich wird die Hubschrauber im Rahmen eines bilateralen Vertrags mit der US-Regierung, eines so genannten Foreign Military Sales-Vertrags, erwerben.
Mit über 4.000 weltweit im Einsatz befindlichen UH-60 Black Hawk gilt das Muster als Maßstab für alle anderen mittelschweren Transporthubschrauber. Als modernste Variante des Black Hawk verfügt die UH-60M über leistungsstärkere und zuverlässigere General Electric T700-GE-701D-Triebwerke, verbesserte Rotorblätter und ein volldigitales Glascockpit.
Seit ihrer Indienststellung haben die Black Hawk Österreichs sowohl im Inland Katastrophenhilfe-Einsätze als auch europäische und NATO-Missionen in Bosnien und im Kosovo durchgeführt.
Bob Fischer
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?
Österreichs Bundesheer feiert 20.000 Eurofighter-Flugstunden
Leonardo hat den Auftrag für die M-346 für Österreich bekommen