Boeing hat rund rund eine Milliarde US-Dollar (umgerechnet 880 Millionen Euro) in den Aufbau einer neuen Endmontagelinie für die 737 MAX in seinem Werk in Everett im US-Bundesstaat Washington investiert. Damit erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazität, um die starke weltweite Nachfrage nach Single Aisle Jets zu decken und den Auftragsbestand von über 4.300 offenen Bestellungen für die Flugzeuge der Boeing 737-MAX-Familie abzubauen.
Die neue „North Line“ ist die vierte Endmontagelinie für das 737-MAX-Programm und unterstützt Boeings Produktionsziel von 52 Flugzeugen pro Monat. Der Schritt erhöht zudem die Ausfallsicherheit des gesamten Produktionssystems.
Anders als bei Boeings bestehender 737-Fertigung in Renton werden die Tragflächen weiterhin dort gefertigt und anschließend zur Endmontage nach Everett transportiert. Jedes Flugzeug verbringt rund zehn Tage auf der neuen Produktionslinie. Dort führen die Mechaniker Arbeiten durch, die von der Verkabelung und dem Einbau der Triebwerke bis hin zum Kabinenausbau und den Endkontrollen reichen.
Everett war bislang ein reines Widebody-Werk
Im Werk in Everett, das sich im volumenmäßig größten Gebäude der Welt befindet, produziert Boeing bislang traditionell Großraumflugzeuge wie die 787, 777, 767 und die KC-46A Pegasus. Die 787-Fertigung wurde aber 2021 komplett aus Everett in das Werk in Charleston in South Carolina verlegt.
Boeing gab bekannt, dass die neue Produktionslinie schrittweise hochgefahren werde, bevor die volle Produktionskapazität erreicht werde. Sie biete die Flexibilität, sowohl Standardrumpf-Flugzeuge als auch spezielle VIP-Konfigurationen zu fertigen.
Bob Fischer
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?