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Leonardo steigt beim Löschflugzeug Hynaero Fregate F100 ein

Das französische Start-up-Unternehmen Hynaero schließt derzeit Verträge mit möglichen Partnerunternehmen ab, um die Entwicklung und Industrialisierung des amphibischen Löschflugzeugs Fregate F100 voranzutreiben. Neuester Partner im Programm die der italienische Aerospace-Konzern Leonardo.

3.11.2026

Hynaero Frégate F100

Hynaero hat eine Vereinbarung mit Leonardo zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Löschflugzeugs Fregatte F100 getroffen. © Hynaero

Das französische Unternehmen Hynaero, welches das amphibische Turboprop-Löschflugzeug Fregate F100 entwickelt, hat mit dem italienischen Aerospace-Konzern Leonardo eine Grundsatzvereinbarung MoU (Memorandum of Understanding) getroffen, um künftig bei Entwicklung und der Produktion von Strukturbauteilen für das neue Flugzeugmuster zusammenzuarbeiten.

Im Rahmen des MoU werde das Programm Fregate-F100 von der gebündelten Expertise und den Kapazitäten der Unternehmen in verschiedenen potenziellen Bereichen profitieren, teilte Hynaero in einer Erklärung mit. Dazu könnten unter anderem die Auslegung, Fertigung, Erprobung und Validierung von Flugzeug-Strukturen, Engineering, Zertifizierung, Tests, Industrialisierung, Instandhaltbarkeit, Systemdesign und -fertigung sowie die Unterstützung bei der Vermarktung in Italien und bei weiteren Exportmöglichkeiten zählen.

Die Fregate F100 soll in Bordeaux gebaut werden

Die F100 soll von zwei Turboprop-Triebwerken angetrieben werden und in einer neu zu errichtenden Fabrik in Bordeaux gefertigt werden. Eine entsprechende Vereinbarung hatte das Unternehmen schon 2023 getroffen.

Der Hersteller strebt einen Erstflug der Fregate F100 im Jahr 2031 an. Die Kapazität von 10.000 Litern Wasser beziehungsweise Löschmitteln liegt über 60 Prozent höher als die Kapazität der heute verwendeten Canadair-Löschflugzeuge. Die Flugsteuerung des neuen Musters wird über ein Fly-by-Wire-System erfolgen, die maximale Reisegeschwindigkeit soll bei 250 Knoten (463 km/h) liegen. Das Flugzeug wurde so ausgelegt, dass es drei Stunden lang in einem Einsatzgebiet, welches 250 Kilometer von der Basis entfernt liegt, bekämpfen kann. Dank eines digitalen Zwillings von jedem Flugzeug werde die Instandhaltung nach Angaben des Herstellers vorhersehbarer und planbarer. Die Crew soll bei ihren Einsatzflügen durch ein Head-up-Display unterstützt werden, in das die wichtigsten Flugdaten ins Sichtfeld der Besatzung eingespiegelt werden.

Volker K. Thomalla

 

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