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Pilatus hat neues Composite-Zentrum in Betrieb genommen

Rund 300 Angestellte von Pilatus Aircraft werden in dem neuen Composite-Kompetenzzentrum arbeiten, in dem alle Prozesse rund um Faserverbundwerkstoffe des Herstellers zusammengefasst sind.

18.08.2026

Für die Fertigung von Composites, die thermisch behandelt werden müssen, stehen im neuen Pilatus-Werk Autoklaven bereit. © Pilatus Aircraft

Der Schweizer FlugzeugherstellerPilatus Aircraft will künftig verstärkt Faserverbundwerkstoffe, so genannte Composites, bei der Konstruktion und der Fertigung seiner Flugzeuge einsetzen. Diese Materialien sind leichter als Metall und außerdem korrosionsbeständig. Beim PC-24 hat der Hersteller erstmalig auch Composites in Primärstrukturen, also lasttragenden Strukturen, eingesetzt.

Größte Investition der Firmengeschichte in ein Gebäude

Nun hat Pilatus Aircraft offiziell sein neues Composite-Kompetenzzentrum in einem neuen Gebäude in Betrieb genommen. In dem nach einem Schweizer Berg benannten Gebäude „Schwarzhorn“ hat das Unternehmen sämtliche Prozessschritte in einem Gebäude zusammengefasst. Markus Bucher, der CEO (Hauptgeschäftsführer) von Pilatus Aircraft, sagte: „Mit diesem Gebäude bekennt sich Pilatus erneut zum Denk-, Werk- und Ausbildungsplatz Schweiz – und zu unserer nachhaltigen Entwicklung hier vor Ort, wo wir unsere Wurzeln haben. Mit einer Investition von 100 Millionen Schweizer Franken ist dieser Bau das teuerste Gebäude, in das wir bisher investiert haben.“

Das neue Composite-Kompetenzzentrum von Pilatus Aircraft vereint die Entwicklung und die Fertigung von Verbundwerkstoffen in einem Gebäude. © Pilatus Aircraft

Der Hersteller hebt die Vorteile des Standortkonzepts hervor, da dort von der Rohmaterialanlieferung und -lagerung über die Bauteilfertigung, Detailmontage und Oberflächenbehandlung bis hin zur Lagerung und Kommissionierung alle Tätigkeiten zusammengefasst seien. Die Bauteile würden als fertig kommissionierte Kits direkt in die Endmontage geliefert. Die weitgehend autarke Kunststofffertigung erlaube es allen beteiligten Disziplinen, sich konsequent auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren. Die Fertigungsflächen böten außerdem die Möglichkeit, zukünftig hochmoderne Fertigungs- und Prüftechnologien zu nutzen und Fertigungsschritte weiter zu automatisieren.

Das Schwarzhorn-Gebäude entspricht modernsten Nachhaltigkeitsstandards und verfügt über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade. Außerdem wird die Abwärme der Produktion für die Heizung und Grundwasser für die Kühlung des Gebäudes genutzt. Pilatus Aircraft strebt an, das Gebäude nach dem LEED-Platinum-Standard zu zertifizieren.

Bob Fischer

 

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