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RUAG inspiziert Dornier 228 der Lufttransport AS im Turbo-Modus

Werftliegezeit ist für ein Flugzeug eine unproduktive Zeit. Deshalb hat die norwegische Lufttransport AS die RUAG MRO International in Oberpfaffenhofen gebeten, bei einer geplanten Inspektion einer ihrer Dornier 228 auf das Tempo zu drücken. Statt acht benötigte das Maintenance-Unternehmen am Ende nur sechs Wochen für das vorgeschriebene Wartungsereignis.

26.11.2020

In nur sechs Wochen hat RUAG MRO International in Oberpfaffenhofen eine 72-Monatsinspektion einer Dornier 228 der norwegischen Lufttransport AS durchgeführt. © Katsuhiko Tokunaga

Flugzeuge müssen regelmäßig in die Wartung. Einige Hersteller haben eine bestimmte Anzahl von Flugstunden, einen bestimmten zeitlichen Abstand oder eine bestimmte Zahl von Starts und Landungen oder eine Kombination aus diesen Faktoren als Maßstab für die Inspektionsintervalle festgelegt. Flugzeugbetreiber versuchen, im Rahmen dieser geplanten Instandhaltungsmaßnahmen, vorgeschriebene oder gewünschte Modifikationen vorzunehmen, um möglichst wenig Ausfallzeiten ihrer Flugzeuge zu produzieren.

Geplante Instandhaltung

Das zweimotorige Turboprop-Flugzeug Dornier 228 muss unter anderem nach 72 Monaten zu einer Pflicht-Inspektion. Zur Flotte der norwegischen Fluggesellschaft Lufttransport AS gehören unter anderem zwei Exemplare dieses in Oberpfaffenhofen gebauten Flugzeugs, und bei einem stand nun die 72-Monats-Inspektion an. Lufttransport hat die Dornier 228 dafür wieder nach Oberpfaffenhofen zur RUAG MRO International geflogen – und dem Unternehmen eine große Aufgabe gestellt: Normalerweise benötigt man für diese Inspektion zwei Monate. Lufttransport AS benötigt seine Zweimot aber dringend und bat darum, die Arbeiten sowie einige Service Bulletins in nur sechs Wochen abzuschließen.

Kjetil Indrevik, der Chief Operating Officer (COO) von Lufttransport gab zu, dass man RUAG MRO International eine heruasfordernde Aufgabe gestellt hatte: „Die Aufgabe war herausfordernd. Unser Betrieb hängt von unseren Flugzeugen ab und deshalb benötigen wir Partner, die uns dabei unterstützen, die beste Verfügbarkeit zu gewährleisten. RUAG hat diese Herausforderung perfekt gemeistert.“

Nach Abschluss der Inspektion konnten Piloten der Lufttransport AS nicht wie geplant das Flugzeug in Oberpfaffenhofen abholen. Die Reisebeschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie ließen es nicht zu. Daraufhin überführte eine RUAG-Crew das Flugzeug zurück nach Tromsø in Nordnorwegen.

Erst Ende September hatte die RUAG mitgeteilt, dass sie sowohl alle Geschäftstätigkeiten rund um Wartungsarbeiten für Privatflugzeuge und militärische Luftfahrzeuge als auch die Herstellung und den Unterhalt der Dornier 228 an die General Atomics Europe verkaufen werde. Eine entsprechende Vereinbarung ist unterzeichnet, aber die behördlichen Genehmigungen stehen noch aus.

Volker K. Thomalla

 

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