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Airbus baut die A321neo nun auch in China

In seinem Werk in Tianjin in China endmontiert Airbus nun auch den Airbus A321. Bis Ende 2022 will der europäische Aerospace-Konzern auch die Endmontagelinie in den Vereinigten Staaten für den Bau des größten Single-Aisle-Jets seines Portfolios modifizieren. Der Anteil der A321 an den Bestellungen steigt.

12.11.2022

Airbus hat die Fähigkeiten der Endmontagelinie in Tianjin in China um ein weiteres Muster, die A321, erweitert. © Airbus

Airbus hat die Fähigkeiten seiner Endmontagelinie in Tianjin in China erweitert und kann dort nun auch die längste Version seiner Narrowbody-Flugzeuggfamilie, die A321, endmontieren. Dieser Durchbruch erweitere und vertiefe die Zusammenarbeit mit der chinesischen Luftfahrtindustrie und unterstreiche das Engagement von Airbus für den Ausbau seiner langfristigen strategischen Partnerschaft mit China, teilte der Aerospace-Konzern mit.

George Xu, Airbus Executive Vice President und CEO (Hauptgeschäftsführer) von Airbus China, sagte: „Seit wir im November letzten Jahres unsere Pläne zur Erweiterung der Kapazität von FAL Tianjin auf die A321-Produktion bekannt gegeben haben, bin ich stolz darauf, dass das Team von Airbus Tianjin die entsprechenden Anpassungsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit europäischen Experten und unseren Zulieferern erfolgreich und termingerecht abgeschlossen hat, um die Auswirkungen von COVID-19 zu bewältigen. Die Fertigstellung der ersten A321 unterstreicht das Engagement von Airbus in China und markiert einen neuen Meilenstein in der industriellen Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern.“

Airbus hatte die Single-Aisle-Jet-Endmontagelinie in Tianjin als dritten Endmontage-Standort nach Toulouse und Hamburg im Jahr 2008 in Betrieb genommen. Das Werk war der erste Standort seiner Art innerhalb des Airbus-Konzerns außerhalb von Europa. Inzwischen ist mit Mobile im US-Bundesstaat Alabama ein weiteres Endmontagewerk außerhalb Europas hinzugekommen. Das Werk in Mobile wurde 2015 eingeweiht.

Bislang kamen 600 A320 aus Tianjin

In Tianjin in China hat Airbus bislang 600 Standardrumpf-Flugzeuge gebaut. Airbus hat angekündigt, bis Ende dieses Jahres alle Montagestandorte A321-fähig zu machen. Dies sei Teil der Industriestrategie, die darauf abziele, das Risiko des Hochlaufs zu verringern und den steigenden Anteil der A321-Produktion zu bewältigen.

Während bei der A320ceo-Familie die A321 einen Anteil von 28 Prozent der Bestellungen erreichte, liegt dieser Anteil bei der A321neo-Familie mit 53 Prozent sehr deutlich darüber. Bis Ende Oktober hat Airbus insgesamt 8.659 feste Aufträge für die A320neo-Familie erhalten, darunter 4.596 feste Orders für die A321neo.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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