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Boeing hat im Januar mehr Flugzeuge ausgeliefert als Airbus

Boeing baut den Auslieferungsstau bei seiner Single-Aisle-Familie 737 MAX langsam ab. Im Januar dieses Jahres hat der Hersteller erstmalig nach zwei Jahren in einem Monat wieder mehr Verkehrsflugzeuge ausgeliefert als der europäische Hersteller Airbus. Bei der Zahl der geringen Widebody-Lieferungen zeigen sich auch die Folgen der Covid-19-Pandemie sehr deutlich.

10.02.2021

Alaska Airlines überführte ihre erste Boeing 737 MAX 9 am 24. Januar 2021 vom Boeing Field zum SeaTac International Airport – die direkte Entfernung zwischen den beiden Flughäfen beträgt zehn Kilometer. © Alaska Airlines

Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen verharren angesichts der Folgen der weltweiten Covid-19-Pandemie auf niedrigem Niveau, das hat der Januar 2021 erneut bewiesen. Airbus und Boeing haben zusammen im ersten Monat dieses Jahres gerade einmal 47 Flugzeuge an Kunden übergeben – das entspricht der Zahl der Narrowbody-Auslieferungen, die jeder der beiden Aerospace-Konzerne vor dem großen Einbruch der Nachfrage pro Monat alleine ausgeliefert hatte.

Erstmalig seit über zwei Jahren hat Boeing im Januar bei den monatlichen Auslieferungen seinen Rivalen aus Europa überholt. Boeing hat 26 Flugzeuge übergeben, darunter vier Großraumflugzeuge, Airbus kam auf 21 Auslieferungen, darunter zwei Widebodies.

Widebody-Nachfrage bleibt schwach

Airbus hat drei A220, zwölf A320neo, vier A320ceo, eine A330neo und einen Airbus A350 XWB im Januar an insgesamt 15 Kunden ausgeliefert. Da es weder neue Aufträge noch Annullierungen von bestehenden Aufträgen gegeben hat, schmolz das Auftragsbuch des Herstellers im Januar um 21 Flugzeuge auf 7.163 Festbestellungen ab.

Kuwait Airways hat am 29. Oktober 2020 die ersten beiden je an einen Kunden gelieferten Airbus A330-800 übernommen. © P. Pigeyre/Airbus

Boeing hat im Januar vor allem 737 MAX ausliefern und damit den Bestand an fertig gebauten und auf Flugplätzen rund um Seattle geparkten Single Aisle Jets auf etwa 400 reduzieren. 21 Boeing 737 MAX wurden im Januar an Kunden übergeben. Dazu kamen vier Widebodies sowie eine P-8A Poseidon. Schon im dritten Monat in Folge hat der US-Aerospace-Konzern keine 787 Dreeamliner ausgeliefert. Derzeit fährt der Hersteller die Endmontagelinie für die 787 in Everett im US-Bundesstaat Washington herunter. Er wird das Widebody-Muster ab März ausschließlich in seinem Werk in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina fertigen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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