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Deutsche Aircraft hat ihr Werk am Flughafen Leipzig/Halle eröffnet

Es gibt ein neues Endmontagewerk für Flugzeuge in Deutschland. Die Deutsche Aircraft hat heute ihr neues Werk am Flughafen Leipzig/Halle offiziell eröffnet. Es ist die derzeit modernste Endmontagelinie Europas. Dort steht eine Kapazität für bis zu 48 Flugzeuge des Typs D328eco zur Verfügung.

29.09.2026

Die Endmontagehalle der Deutsche Aircraft am Flughafen Leipzig/Halle ist das derzeit modernste Flugzeugwerk in Europa. © Volker K. Thomalla

Die Deutsche Aircraft hat heute rund eineinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung am Flughafen Leipzig/Halle ihre neue Endmontagelinie offiziell eröffnet. Das über 60.000 Quadratmeter große Werk wird die Heimat der Endmontage der Turboprop-Regionalflugzeuge des Typs D328eco.

Mit dem Durchschneiden des orangenen Bandes wurde die Endmontagelinie (FAL) der Deutsche Aircraft am Flughafen Leipzig/Halle am 29. September 2026 offiziell eröffnet. © Volker K. Thomalla

Bei dem neuen Werk handelt es sich nach Angaben der Deutsche Aircraft um eine CO₂ neutrale und vollständig digitalisierte Produktionsstätte. Sie ist auf eine Kapazität von bis zu 48 Flugzeugen pro Jahr ausgelegt. Hier sollen zwischen 250 bis 350 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Ein hochrangig besetztes Panel diskutierte bei der Eröffnung der Endmontagelinie in Schkeuditz bei Leipzig über die Standortvorteile des Ortes. © Volker K. Thomalla

Der Hersteller erinnerte bei der Eröffnungszeremonie an die große Tradition der Dornier-Flugzeugwerke vom Dornier Wal über die Do X und andere bahnbrechende Flugzeugmuster, auf die das Unternehmen aufbaut. Nico Neumann, der Hauptgeschäftsführer der Deutsche Aircraft, sagte bei seiner Eröffnungsansprache: „Die Historie von Dornier lassen wir wieder ein Stück aufleben“. Er beschrieb den Weg zur Entstehung der FAL (Final Assembly Line) und dankte allen Beteiligten, auch aus der Politik, für die gute Unterstützung. Er forderte aber auch dazu auf, insgesamt ein bisschen mehr „Just-do-it“-Mentalität in Deutschland an den Tag zu legen.

Nico Neumann ist der CEO der Deutsche Aircraft. © V. K. Thomalla

Die Eröffnung der Endmontagelinie ist für die Deutsche Aircraft ein wichtiger Meilenstein der Firmengeschichte. Für den Freistaat Sachsen ist es auch ein großes Stück Industriegeschichte. Daran erinnerte der Sächsische Ministerpräsident Kretschmer in seiner per Video übertragenen Botschaft.

Neumann wies in seiner Ansprache auf das bisher Erreichte hin, unter anderem die Entwicklung eines neuen Fahrwerks für bestehende Dornier 328 und die künftige D328eco (AeroBuzz hat darüber berichtet), er sagte aber auch: „Ein großer Teil der Reise liegt noch vor uns.“

Die Gesamtfläche des Endmontagewerks der Deutsche Aircraft umfasst über 60.000 Quadratmeter. © Volker K. Thomalla

Die Deutsche Aircraft investiert insgesamt über 100 Millionen Euro in den Aufbau des Standortes am Flughafen und wird dabei auch staatlich unterstützt. Im neuen Werk gibt es insgesamt acht Arbeitsstationen, auf denen die Flugzeuge gefertigt werden. Deutsche Aircraft setzt dabei auf ein optimiertes Produktionsmodell, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut optimiert wurde. Der Hersteller nennt es Produktion 4.0. Dabei gibt es beispielsweise eine automatisierte Teilezuführung an den einzelnen Arbeitsstationen. Die Deutsche Aircraft wird die Baugruppen und Komponenten der Flugzeuge per Straßentransport nach Leipzig bringen. Das Rumpfmittelteil wird beispielsweise in Oberpfaffenhofen gebaut und dann per Autotransport nach Leipzig gebracht.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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