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Rund 100 Fluggeräte werden auf der ILA 2026 zu sehen sein

Der Countdown zur ILA in Berlin zeigt nur noch eine niedrige zweistellige Zahl an Tagen bis zur Eröffnung. Ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Besuchertickets ist bereits verkauft. Besucher bekommen auf der ILA einen umfassenden Überblick über die Luft- und Raumfahrt sowie ein umfangreiches Flugprogramm geboten.

1.06.2026

Pünktlich zu den Tagen für das allgemeine Publikum brachte Airbus zur ILA 2024 seinen Riesen-Transportflugzeug Airbus Beluga nach Berlin. © Messe Berlin

In weniger als zwei Wochen, vom 10. bis zum 14, Juni 2026, wird die ILA 2026 auf dem Berlin ExpoCenter Airport am Flughafen BER stattfinden. Die Vorbereitungen zur Messe laufen auf Hochtouren. Nach Angaben der Veranstalter BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.) und der Messe Berlin haben sich rund 750 Aussteller aus 37 Ländern für die Messe angemeldet.

Impressionen von der ILA 2024

Mike Schöllhorn, der Präsident der BDLI, sagte bei einem Medeinbriefing, die deutsche Luft- und Raumfahrt habe 2025 ein außergewöhnlich starkes Jahr erlebt. Die Zahl der Beschäftigten sei auf 130.000 gewachsen, was einem Anstieg um 8 Prozent entspreche. Der Umsatz habe einen Wachstumssprung um 19 Prozent auf 62 Milliarden Euro gemacht. Alle drei Segemente zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt und Raumfahrt wären gewachsen, wobei die zivile Luftfahrt mit einem Umsatz von 45 Milliarden Euro den größten Anteil habe. Die Exportquote der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie lag 2025 bei 66 Prozent. Schöllhorn mahnte aber an: „Die heutige Stärke ist keine Garantie für Stärke morgen.“

Die ILA ist als Schaufenster der internationalen Luft- und Raumfahrt auch immer eine wichtige Veranstaltung für die Öffentlichkeit. Die ersten Messetage (Dienstag bis Freitag) sind reine Fachbesuchertage, während der Samstag und Sonntag auch das Allgemeine Publikum zum Messebesuch einladen. Allerdings ist aufgrund der großen Resonanz das Ticketkontingent für den Samstag bereits ausgeschöpft. Am heutigen 1. Juni hat die Messe Berlin noch ein kleines Zusatzkontingent von 500 Tickets für den Samstag freigeschaltet, welches online bestellt werden kann. Auch der Sonntag ist schon fast ausverkauft.

Die Bundeswehr ist der größte ILA-Aussteller

Die 750 Aussteller bringen rund 100 Fluggeräte mit zur ILA. „Die Bundeswehr ist wieder größter Aussteller auf der ILA“, sagt Schöllhorn. Zu den besonderes hervorzuhebenden Exponaten auf der ILA gehören die Drohne German Heron TP, die erstmalig in Deutschland gezeigt wird, der Kampfhubschrauber Leonardo AW249, der Experimentalhubschrauber Racer von Airbus Helicopters sowie der Prototyp der Do228 NXT von General Atomics AeroTec Systems, ein Airbus A350 sowie eine Boeing P-8A Poseidon der Deutschen Marine.Die Lufthansa hat angekündigt, einen Airbus A320neo in Jubiläumslackierung „100 Jahre“ während der Fachbesuchertage nach Berlin zu bringen, und Emirates wird – wie AeroBuzz bereits berichtet hat – wieder einen Airbus A380 als größtes Exponat nach Berlin bringen. Die A380 wird während der gesamten Messedauer in Berlin bleiben.

Von Großraumflugzeugen über Forschungs- und Transportmaschinen bis hin zu Drohnen, Helikoptern und innovativen Einsatzflugzeugen – die ILA zeigt die  Bandbreite der Luft- und Raumfahrt. Das Airshow-Programm fügt sich in den laufenden Flugbetrieb des Flughafens BER ein und zeigt technologische Entwicklung unter realen Flugbedingungen.

Zur ILA 2026 erwarten der BDLI und die Messe Berlin rund 750 Aussteller mit rund 100 Fluggeräten. © BDLI

Auf der ILA finden Interessierte auch ein umfangreiches Bühnenprogramm auf drei Stages (ILA Stage Aviation, ILA Stage Defence und ILA Stage Space), welches allein schon einen Messebesuch rechtfertigt. Auf den drei Bühnen werden während der ILA 300 Vortragende im Rahmen von Panels, Keynotes und Diskussionen auftreten.

Von Freitag bis Sonntag gibt es auf der Messe einen Schwerpunkt auf Nachwuchsgewinnung. Beim Talent Hub können sich Interessierte bei den Ausstellern über Ausbildungswege und Karrierechancen sowie über Perspektiven bei den teilnehmenden Firmen und Organisationen informieren.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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