Homepage » Industrie » Viele Neuheiten fliegen auf der Paris Air Show

Die Paris Air Show beginnt am 19. Juni auf dem Flughafen Le Bourget. Sie wartet in diesem Jahr mit einer großen Zahl an neuen Flugzeugen auf, die zumeist auch im Flugprogramm vertreten sind. Die Lockheed Martin F-35 Lightning II ist sowohl im Static als auch im Flying Display zu sehen.

29.05.2017

Norwegen plant die Beschaffung von 52 F-35A als Ersatz für die in die Jahre gekommene F-16-Flotte. Die norwegischen Lightning II bekommen Bremsfallschirme. © Timothy Boyer/USAF

Lockheed Martin F-35 Lightning II, Kawasaki P-1, Lockheed Martin LM-100J, Cirrus SF50 Vision, Airbus A321neo, Airbus A350-1000, Bombardier CS300, Embraer KC-390, Textron AirLand Scorpion, Boeing-Bell V-22 Osprey. Die Liste der ausgestellten Fluggeräte auf der Paris Air Show 2017 ist lang. Sie umfasst heute über 160 Fluggeräte. Die oben aufgeführten Muster sind zum größten Teil zum ersten Mal auf einer Luftfahrtmesse zu sehen oder zum ersten Mal auf der Paris Air Show – immerhin der größten Luftfahrtmesse der Welt – vertreten. Dabei ist die Liste noch nicht vollständig, denn Boeing und Embraer haben beispielsweise noch Fluggeräte angemeldet, ohne allerdings zu verraten, um welche Flugzeuge es sich genau handelt.

Zu den absoluten Highlights im Flugprogramm gehört auf jeden Fall die angekündigte Vorführung der Lockheed Martin F-35 Lightning II. Der Joint Strike Fighter ist derzeit das teuerste Rüstungsprogramm der US-Streitkräfte und wird Standardausrüstung der US Air Force, der US Marines und einiger Geschwader der US Navy.  Da das Flugzeug in Paris von der USAF gestellt wird, handelt es sich wohl um eine F-35A. Die USAF hatte vor wenigen Wochen acht F-35A zu Trainingszwecken nach Lakenheath in Großbritannien verlegt. Diese Fighter sind aber inzwischen wieder zurück in den USA.

Ebenfalls selten in Europa zu sehen ist die Kawasaki P-1 der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte. Das vierstrahlige U-Bootjagd- und Seeaufklärungsflugzeug steht derzeit ausschließlich bei den japanischen Streitkräften im Dienst.

Am 17. Mai landete die erste Cirrus SF50 in Groningen. Das Flugzeug ist in der Schweiz stationiert. © Klaas Ruine

Die Airbus Group zeigt wieder eine ganze Palette ihrer Verkehrsflugzeuge und Hubschrauber. Unter anderem ist die Teilnahme der A321neo, der A350-1000, der A380 und der A400M im Flugprogramm angekündigt. Cirrus Aircraft zeigt erstmalig seinen gerade erst von der EASA zugelassenen Personal Jet Cirrus SF50 Vision, allerdings nicht im Flugprogramm.

Große Airshow am Wochenende

Ob alle angekündigten Flugzeuge auch an allen Tagen fliegen, ist derzeit nicht bekannt. Traditionelle fliegen einige Muster nur an den Fachbesuchertagen, also vom 19. bis zum 23. Juni. Am Wochenende 24./25. Juni, den Tagen für das allgemeine Publikum, ist eine Airshow der Superlative geplant, bei der neben einigen aktuellen Mustern vor allem klassische Flugzeuge im Vordergrund stehen. Angekündigt sind P-51 Mustang, PBY Catalina, TBF Avenger, CM170 Fouga Magister, Douglas DC-3, Douglas ADN4 Skyraider, BR 1050 Alizé, MD312 Flamant und North American T-28 Trojan, um nur einige zu nennen. Ob diese Flugzeuge wirklich im Flying Display auftreten, ist abhängig von der Tagesform der Technik. Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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