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Der erste USAF-Pilot hat 1.000 Flugstunden auf der F-35A erreicht

Der erste Pilot der United States Air Force (USAF) hat eine vierstellige Zahl von Flugstunden auf dem Stealth-Fighter Lockheed Martin F-35A Lightning II erreicht. Er meint, dass nicht nur das Flugzeug seit seinem ersten Flug deutlich gereift sei, sondern auch die Piloten, die den Joint Strike Fighter fliegen.

27.10.2020

Lt. Col Jared Vic Santos vom 388th Fighter Wing ist der erste Pilot der US Air Force, der die Marke von 1.000 Flugstunden auf der F-35A Lightning II erreicht hat. © USAF/Nial Bradshaw

Seit dem 22. Oktober 2020 kann der erste Pilot der United States Air Force (USAF) auf eine Erfahrung von über 1.000 Flugstunden auf der Lockheed Martin F-35A Lightning II zurückschauen. An diesem Tag flog Lt. Col. Jared „Vic“ Santos vom 388th Fighter Wing im Rahmen einer zweistündigen Abfang-Übung eine F-35A über der Utah Test and Training Range. Nach seiner Landung auf der Hill Air Force Base hatte er die Marke von 1.000 Flugstunden auf dem Muster überschritten.

Ältere Piloten geben Erfahrungen weiter

Colonel Steven Behmer, der Wing Commander der 388th Fighter Wing, sagte zur Begrüßung des Flugstunden-Jubilars: „Dies ist eine großartige Leistung von Vic, für uns als Geschwader und für die gesamte Air Force. Noch vor relativ kurzer Zeit hat die Air Force dieses Programm gestartet. Jetzt haben wir unseren ersten 1.000-Stunden-Piloten. Piloten wie Vic sind in der Lage, ihre Erfahrung an jüngere F-35-Piloten weiterzugeben. Sie werden wirklich das Beste aus diesem Jet herausholen, der bereits jetzt sehr leistungsfähig ist, und sich weiter verbessern.“

Santos ist durch einige Schnupperflüge mit einer Cessna 172 zum Fliegen gekommen. Sein Vater hatte ihm erlaubt, Geld für die Ausbildung zum Privatpiloten zu nutzen, das eigentlich für seine College-Ausbildung vorgesehen war. „Damit habe ich mir den Flieger-Virus eingefangen und hing am Haken“, sagte er.

Eine F-35A Lightning II der US Air Force startet in den blauen Himmel über Spangdahlem. © Bob Fischer

Er studierte an der Air Force Academy und schloss die Ausbildung dort im Jahr 2000 ab. Anschließend flog er die F-15C Eagle und sammelte über 1.200 Stunden auf dem Muster. Als Austauschpilot flog er bei den U.S. Marines die Boeing F/A-18 und sammelte dort weitere 800 Stunden. Von dort wurde er zur Eglin Air Force Base nach Florida versetzt und flog die F-35A für die USAF. Seit zwei Jahren ist er nun bei der 388th Fighter Wing auf der Hill Air Force Base. Er sagte: „Ich habe die F-35 zum ersten Mal in Eglin geflogen. Damals hatte sie noch die Software Block 1B. Wir waren limitiert auf eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0.9, 18 Grad Anstellwinkel und 5 g. Wir hatten kein Datalink, keine Multifunktionalität und keine Link-16-Datenverbindung. Aber es war aufregend zu sehen, wie sich das Programm zu dem entwickelt hat, was es heute ist. Die Stealth-Eigenschaften und die hervorragenden Sensoren verleihen diesem Jet wirklich einen Vorteil. Die Analogie, die ich benutze, ist: Ich bin kein großer Boxer, aber wenn Sie meinem Gegner die Augen verbinden und mir eine Pistole geben würden, würde ich jedes Mal gewinnen. Die Tarnung ist die Augenbinde, die Sensoren und Waffen sind die Pistole, und zusammen machen sie die F-35 zu einem hervorragenden Waffensystem.“

Santos ist davon überzeugt, dass nicht nur das Flugzeug gereift ist, sondern auch die Piloten, die es fliegen. „Dass ich die 1.000 Flugstunden erreicht habe, bedeutet nicht, dass ich etwas Besonderes bin, es bedeutet nur, dass ich alt geworden bin“, fügte Santos hinzu.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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