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Die Betriebsgenehmigung von Berlin-Tegel ist offiziell erloschen

Heute um Mitternacht ist der Flughafen Berlin-Tegel auch offiziell kein Flughafen mehr. Mit Ablauf des heutigen Tages erlischt die Betriebsgenehmigung, und der Airport ist als wichtige Verkehrsinfrastruktur für die deutsche Hauptstadt auch formaljuristisch gestorben.

4.05.2021

Am 8. November 2020 ist zum letzten Mal ein Flugzeug vom Flughafen Berlin-Tegel gestartet. © Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH

Der Flughafen Berlin-Tegel ist aus flugbetriebstechnischer Sicht schon seit dem 8. November 2020 Geschichte. An diesem Tag war ein Airbus A320 der Air France um 15.38 Uhr als letztes Flugzeug vom Flughafen Tegel gestartet. Seitdem sind die Flugbetriebsflächen verwaist, der Flugverkehr von und nach Berlin findet – coronabedingt zwar in geringer Zahl – nur noch vom Flughafen BER statt. Formaljuristisch war der Airport im Nordwesten der Stadt aber immer noch ein Flughafen mit bestehender Betriebsgenehmigung!

#DankeTXL

Die läuft allerdings heute um Mitternacht aus. Seit dem 8. November des vergangenen Jahres verfiel Tegel in einen Dornröschenschlaf, aus dem der Flughafen aber – anders als im Märchen – nicht wieder erwachen wird. Alle Flugbetriebsfunktionen blieben bis heute erhalten, die Flugbetriebsflächen wurden bewacht und gesichert. Das hat die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH rund 3,0 Millionen Euro gekostet.

Zwar wurde in der Zwischenzeit schon mit dem Rückbau eines Teils der Gebäude begonnen, aber im Bedarfsfall hätte Tegel kurzfristig reaktiviert werden können. Das Behelfsterminal C3 und die Fußgängerbrücke zwischen den Terminals A/B und C seien bereits abgerissen, teilt die Flughafengesellschaft mit, ebenfalls die Transfergepäckhalle, die VIP-Lounge am Terminal A und das Zollgepäcklager. Die Läden und Gastronomieeinrichtungen sind leer, das wären sie wahrscheinlich aber auch aufgrund des Passagiereinbruchs aufgrund der Coronakrise.

Kein Happy End des Dornröschenschlafs

Anfang August übergibt die Betreibergesellschaft das Gelände zusammen mit den Anlagen und 130 Gebäuden an den Bund und das Land Berlin. Bis dahin werden noch weitere Anlagen zurückgebaut, die während des Dornröschenschlafs noch einsatzbereit gehalten werden mussten. Das wird noch einmal weitere 3,0 Millionen Euro kosten.

Engelbert Lütke Daldrup, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, sagte: „Tegel hat seine Funktion bis zum letzten Tag sehr gut erfüllt. Alle Befürchtungen zu möglichen Betriebsproblemen des neuen BER haben sich aber nicht bewahrheitet. Der Flughafen BER läuft stabil, er ist modern, zweckmäßig und wird von den Passagieren gut angenommen. Wir machen jetzt den Weg frei für ein neue Ära Tegel.“

 

 

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